Die biologische Natur der Krebserkrankung und ihre Therapie

"Nicht wer was sagt, sondern WAS wer sagt … zählt."

"Es wird ganz radikal nur die Botschaft beurteilt, niemals der Bote!"

Prolog

John Beard hat Ende des 19. Jhds die biologische Natur jener Zellen erkannt, aus denen Tumoren ihren Ausgang nehmen, nämlich den Zellen der ‚inneren Zellmasse‘, die sich am 5. Tag nach der Befruchtung bilden und gute 2 Wochen darauf in den frühembryonalen Körper einwandern. Nicholas J. Gonzalez 100 Jahre später, daß diese ident mit den adulten Stammzellen sind, deren Ursprung für die Wissenschaft im Dunklen liegt, und unser lebenslanges Reservoir der Zellerneuerung bilden. Beard war 1903 für den NP nominiert.

Beard erkannte auch, daß die ‚äußere Zellmasse‘ des vorembryonischen Nährkeims ein Tumor ist, der sich wie ein Malignom in den Uterus hineinfrißt. Erst am 54.-56. postfertilen Tag, genau wenn das embryonale Pankreas zu arbeiten beginnt, ordnet sich plötzlich dessen Wachstum, was zur späteren Plazenta (Mutterkuchen) führt. Mit dem Aktivitätsbeginn der Bauchspeicheldrüse treten insbesondere Bikarbonat und die Enzyme Trypsin und Chymotrypsin (neben den anderen Peptidasen, Lipasen und Amylasen) im embryo-trophoblastischen Komplex auf. Die Grenze zwischen endo- und exokriner Funktion der Bauchspeicheldrüse ist keine absolute, es finden sich sehr wohl zirkulierende Verdauungsenzyme im Blut, die sich im alkalischen Milieu aktivieren. Sie stellen die Antithese zu den Freßenzymen der Krebszellen dar, den Matrixmetalloproteinasen, die in saurer Umgebung ihr grausiges Zerstörungswerk am wirksamsten vollziehen. Mit den Pankreasenzymen, vor allem dem Trypsin, war er sich sicher, die wichtigste Waffe des Körpers gegen bösartige Tumoren vor sich zu haben, und wurde zum Begründer der Enzymtherapie des Krebses.

Otto Warburg entdeckte in den 20er Jahren den grundlegenden Stoffwechselunterschied zwischen normalen und Krebszellen, Heinrich Kremer viele Jahrzehnte später, daß der Unterschied kein entweder oder, sondern ein gradueller ist (normale Zellen decken ihren Energiebedarf zu 90% mit Sauerstoffbeteiligung, Krebszellen nur zu 35% oder noch weniger). Warburg erhielt den NP 1931 für seine Aufklärung des Energiestoffwechsels normaler Zellen, für jenen der Krebszellen hätte er ihn angeblich 1944 erhalten sollen, was ihm politisch verwehrt war.

Warburg entzog einer Zellkultur sukzessive den Sauerstoff, was nach und zum Absterben der Zellen führte. Einige überlebten und wurden krebsig, das waren die Stammzellen, die man freilich damals noch nicht kannte, sie steigerten epigenetisch ihre glykolytische Energiegewinnung auf das vital erforderliche Ausmaß.

Neueste Forschungen zeigen jedoch eine noch viel größere Flexibilität und Anpassungsfähigkeit, sowohl kanzeröser(Gonzalez CD et al) als auch nichtkanzeröser(Caudwell Xtreme Everest Research Group) Zellen, hinsichtlich der Stoffwechselwege ihrer Energiegewinnung als bisher angenommen, so vermögen etwa epitheliale Krebszellen bei benachbarten Fibroblasten Glykolyse zu induzieren, der hohe Anfall an Tricarbonsäuren (Laktat, Pyruvat) dient jenen zur Anheizung ihrer mitochondrialen oxidativen Phosphorylierung (unter Hinaufregulierung antioxidativer Enzyme), was wiederum die ATP-Ausbeute insgesamt und die Tumoraggression erhöht (inverser Warburg – Effekt).

Aus dem Modell, was Krebs seiner biologischen Natur nach ist und wie er funktioniert, daraus ergibt sich die Therapie.

In unserem Körper sind nur die Keimzellen (und ein paar Immunzellen) unsterblich, d.h. sie haben kein Hayflicklimit, Krebsstammzellen sind auch unsterblich, weil sie eigentlich Keimzellen sind, denn:

Es gibt nur eine physiologische Entsprechung der (multiplen) Chromosomensatzveränderungen bei Krebszellen (Springer) und das ist das prämeiotische Crossover beim Keimzellzyklus.

Nur eine einer jahrzehntelangen Ruhelatenz, die weibliche Eizelle nach dem Überkreuzen von bis zu 50 Jahren und sogar mehr (Diktyotän).

Nur eine ungezügelten aggressiven Wachstums, der Keimblasentumor (aus der befruchteten Eizelle), der sich ab dem 6. Tag nach der Befruchtung in den Uterus frißt.

Nur eine für Zellwanderung (Metastasierung) mit Kolonienbildung (Klone), die Wanderung der Keimzellen aus der Inneren Zellmasse ('embryonale Stammzellen') in den frühen Embryo gegen Ende der 3. postfertilen Woche ('adulte Stammzellen').

Nur eine für die Verwendung von Zink-Matrix-Metalloproteinasen, eben die Zellen der äußeren Zellmassen, die sich bis zum Ende der 8.SSW in das Gewebe des mütterlichen Uterus fressen.

Nur eine für aktive Telomerase, eben unsere Keim-, Trophopblast-, sowie Embryonal- und Foetalzellen bis zur Ausdifferenzierung (von den Gedächtniszellen abgesehen).

Und schließlich nur eine für hCG – Produktion, eben die befruchtete Eizelle mit ihrem vollständigen fremden Chromosomensatz (Acevedo)!

Das Crossover der späteren Krebszelle leitet keine reguläre Reifeteilung ein, sondern „bestenfalls“ eine unvollständige, es kommt zu keiner Halbierung des Chromosomensatzes, d.h. die Teilungsfähigkeit bleibt erhalten. Wahrscheinlich kommt es nach dem Crossover zu einer Mitose, in der verdoppelte Chromosomen getrennt werden und nicht die Chromosomenpaare, wie sonst bei der I. Meiose. Immerhin ist die Körpertemperatur von durchschnittlich 37° Celsius für eine geordnete Meiose zu hoch.

Bei regulärer I. Meiose zieht die Teilungsspindel unter „Aufgehen“ des synaptonemalen Komplexes die Chromosomenpaare auseinander (Diakinese) und auf die beiden Tochterzellen kommt jeweils ein haploider Chromosomensatz mit doppelten Chromatiden je Chromosom. Störungen bei der Diakinese bzw. der II. Meiose treten häufig als Trennungsanomalien (Non-Disjunction) auf, was z.B. zur Trisomie 21 führen kann.

Bei der Krebszellenentstehung geht offenbar der synaptonemale Komplex überhaupt nicht auf, hingegen die Zentromere wie bei einer normalen Mitose, welches zumindest rechnerisch zu einer sofort teilungsfähigen Zelle mit vollständigem Chromosomensatz führt.

Nach dem Crossover ist aus der adulten Stammzelle eine neue Trophoblastenzelle mit all ihren Eigenschaften geworden, eine perverses Fuchtimitat, ein "Foetat".

Sei nun Krebs ein solider Tumor (z.B. Pankreas) oder eine diffuse Erscheinung im Blut (z.B. Leukämien), zugrunde liegt die chromosomale Alteration und Aktivation zur "neuen" trophoblastischen Stammzelle mit dem ihr innewohnenden Teilungszwang. Das ist jenes initiale Programm, das die befruchtete Eizelle zur wuchernden Teilung und Bildung des Trophoblasten (Nährkeim) antreibt. Wobei bei Neoplasien des Hämatopoetischen und Reticulo-endothelialen Systems offensichtlich nicht so eine tiefgreifenden Veränderung des Chromosomensatzes vonnöten ist wie bei soliden Tumoren, die Imitation des Keimzellzyklus scheint, wenn überhaupt, nicht mit der wuchernden befruchteten Eizelle zu beginnen sondern später.

Bis zum 5. postfertilen Tag liegt nur der Trophoblastentumor vor, daraus wächst erst am 6. Tag aus einer einzigen Zelle der Sprößling (Embryo).

Es ist halt die Sprache der Embryologie, derer ich mich bediene, und nicht jene der Genetik, die es sich gefallen lassen muß, von einem altehrwürdigen Fach eins auf die Nase zu bekommen! Die Genetik verschleiert und chiffriert mit ihrem bizarren und skurrilen Buchstabensalat Wahrheit und Erkenntnis, da können nur noch die Computer her.

Was da mit den Oberflächenmarkern, die sich wahrscheinlich ändern wie nichts, herumgepfistert wird, und dennoch (außer sündteuren Detailwirkern) nix ordentliches dabei herauskommt, ist ein Graus! Wir wissen von Gilbertt N. Ling, daß es das Zellinnere ist, das die Zelle ausmacht.

Daß Krebs eine „verkrüppelte“ Keimzell-Linie darstellt, wird schon seit John Beard(1) ignoriert. Denkt man diese Erkenntnis weiter, so sind unsere adulten Stammzellen in ihren Nischen jene Zellen, die aus der Inneren Zellmasse des frühen Trophoblasten in den frühen Embryo eingewandert sind (Gonzalez(2)).

Denke ich diesen kanzerösen „verkrüppelten“ Keimzellzykus zu Ende, gelange ich unweigerlich zu irregulären Crossovers, Diakinesen, Meiosen und Mitosen als Ursache für die genetische Heterogenität der Tumorzellen und nicht geheimnisvollen Spontan- und Sekundärmutationen.

Crossovers nehmen an chromosomalen Sollbruchstellen ihren Ausgang, Mutationen nicht.

Dies sollte sich in einer gefinkelten Studie mit vergleichenden Genomanalysen sowohl von Tumoren als auch ihren Trägern erweisen lassen. Wir brauchen ganzheitlichen Embryologen, Genetiker und Onkologen!

(1) Beard, John „The Enzyme Treatment of Cancer“, Chatto & Windus, London 1911 (wiederaufgelegt New Spring Press, New York 2010)

(2) Gonzalez, Nicholaz J. „The Trophoblast and the Origins of Cancer“, New Spring Press, New York 2009

Die biologische Natur der Krebserkrankung

Krebszellen zeigen hohe unvollständige „Zuckerverbrennung“ (ohne oder mit Beteiligung freien Sauerstoffs im Zytoplasma!)(Kremer), deshalb muß der hohe anfallende Milchsäureanteil effektiv intrazelluilär neutralisiert werden und das geht nur über ein bestimmtes Enzym, nämlich die Carboanhydrase, man muß dieses Enzym hemmen oder überfordern, um einen Stoffwechselzusammenbruch der Krebszelle zu erzielen.

Um laufend produziertes Kohlendioxid abatmen zu können, bedarf es einer kapillären Bluttransitzeit von über 5 Sekunden, es geschieht jedoch in einer. Wie macht der Körper das? In den zwanziger Jahren standen die Forscher vor einem Rätsel. Man „verdächtigte“ das Hämoglobin, das war es nicht.

Norman Urquhart Meldrum, geboren 1907 im schottischen Mid Lothian, wuchs indes in Bombay auf, wo sein Vater am damaligen Royal Institute of Science als Chemiker arbeitete, machte 1931 sein Doktorrat in Cambridge mit einer Dissertation über Glutathion und verstarb überraschend am 17. Mai 1933. Gerade noch rechtzeitig hatte er ein Jahr zuvor die Carboanhydrase entdeckt, und konnte so der Menschheit dieses unschätzbare Geschenk hinterlassen, so als ob sein Leben nur für diese Aufgabe dagewesen wäre (Chegwidden et al. „The Carbonic Anhydrases – New Horizons“, Basel Boston Berlin 2000, Seitze 8).

Meldrums Kumpel und Kollege Frances John Wordsley Roughton (die beiden forschten zusammen) verstieg sich in den 30ern (Meldrum war schon einige Jahre tot) einmal zu der Äußerung, die Carboanhydrase sei in peripherem Gewebe vielmehr ein Feind des Organismus, denn ein Freund (ibidem). Er bezog sich auf die Hydratisierung des CO2 durch die CA zum Bikarbonat–Ion, was er als „unökonomischen“, ja sogar schädlichen Stoffwechselumweg ansah, im Vergleich zur direkten passiven Abdiffusion des Kohlendioxid (Roughton FJW, Meldrum NU).

Ähnlich dem Umstand, daß die instabile Kohlensäure hingegen im Zellstoffwechsel höchst stabil auftritt und zum Zerfallen in Wasser und Kohlendioxid die Carboanhydrase (Isoenzym II) benötigt, braucht das zelluläre Stoffwechselprodukt CO2 zum Abdiffundieren aus der Zelle das Isoenzym III der Carboanhydrase (CA III). Von Gilbert N. Ling wissen wir, die Zelle ist nicht ein Sack, gefüllt mit Salzwasser, in dem alles mögliche herumschwimmt, sondern ein durch Interaktion von dipoligen Wassermolekülen mit fixen ionalen Peptidladungsträgern strukturierter Gelzustand (Ling), der jedem beteiligten Molekül Platz und Dynamik zuweist, das gilt klarerweise insbesondere für Wasser, jedoch auch für CO2, das nicht so einfach „davongasen“ kann bzw. abdiffundiert, sondern dazu bedarf es eben der CA III, die nicht durch Acetazolamid hemmbar ist. Das freilich konnte Roughton damals noch nicht wissen.

Dr. Tullio Simoncini, als Arzt total verketzert, behauptet steif und fest, durch hohe Speisesodagaben schon unzählige Krebskranke geheilt zu haben, indes ist diese Therapie theoretisch durchaus denkbar, denn hohe Speisesodagaben überfordern die Carboanhydrase …

Simoncini selbst meint, Krebs sei eigentlich Pilz (Candida), und dieser würde durch das antimykotisch wirksame Speisesoda vernichtet, auch das ist nicht absurd, denn Tumore sind sämtlich von Pilz durchwachsen.

Simoncini steht nicht alleine da.

Schon 1948 vertritt der Pathologe, Mikrobiologe und Hygieniker, Franz Gerlach, Veterinär-Professor in Wien und Direktor der Bundesanstalt für Tierseuchenbekämpfung in Mödling/Wien nach jahrzehntelangem Studium zigtausender mikroskopischer Tumorpräparate die Theorie einer Auslösung des Krebswachstums durch Pilze (Micromyces blastogenes) in „Krebs und obligater Pilzparasitismus“ (Urban & Schwarzenberg , Wien 1948). Im zusammenfassenden Schlußsatz stellt er geradeheraus fest (Zitat): „Keine bösartige Geschwulst ohne Beteiligung des Tumor-Mikromyzeten, hingegen zahlreiche Infektionen mit dem Tumor-Mikromyzeten ohne Manifestwerden eines Tumors! Der Tumor-Mikromyzet, Micromyces blastogenes, ist obligater Parasit bei allen bösartigen Geschwülsten!“

Die solide Krebsgeschwülste durchwachsenden Pilzmyzelien sind nicht Sekundärinfektionen sondern kausal für Neoplasien verantwortlich; Gerlach hatte seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts unermüdlich Tumoren unter dem Mikroskop studiert und mit ihnen experimentiert . Bei Übertragung des aus Tumoren von Patienten gezüchteten Pilzes auf gesunde Tiere, entstand in 3 – 4 % malignes Wachstum. Mykosen sind fakultative Präkanzerosen, Gerlach versuchte mit dem von ihm identifizierten Pilz ‚Micromyces blastogenes‘ auch zu impfen.

Daß Mikroben Krebs verursachen, findet sich auch schon bei den Pleomorphisten seit dem 19. Jhd (im frühen zwanzigsten, Enderlein). Pilze gelten als am höchsten entwickelte Mikroben und im Dunkelfeld finden sich an Erythozyten deutlich sichtbare Einschlußkörper bei prädisponierten und an Krebs erkrankten Patienten (Dumrese J, Haefeli B), daneben Geldrollenbildung und massive Verschleimung als allgemeine Säure- und Pilzzeichen.

Im letzten Drittel des 20. Jhds. beginnt Simoncini in Italien, (vorwiegend solide) maligne Tumoren mit hohen Dosen Natriumbikarbonat enteral und parenteral zu behandeln, bei Hautkrebs kommen auch intensive Jodpinselungen zur Anwendung. Die augenscheinlich verblüffenden Erfolge führt Simoncini auf die „Pilznatur“ des Krebses zurück, weil NaHCO3 durch seine Alkalität ein hochpotentes Antimykotikum ist. Er identifizierte Candida albicans als den universellen Krebsauslöser. Candida albicans ist bei ca. 30 % aller Menschen der westlichen Industrienationen nachweisbar (Sproßpilze).

Gerlachs Micromyces blastogenes wurden später in den 50er Jahren als zwischen Viren und Bakterien stehende Gruppe der „pleuropneumonia-like-organisms“ (PPLO) den Mykoplasmen zugeordnet (Dumrese ).

Die wissenschaftliche Medizin meint, dies sei Sekundärbefall. Wenngleich Pilz- und Krebszellen schon aufgrund verschiedener Chromosomensätze nicht ident sein können (jene zeigen z.B. sehr lange Telomere, Krebszellen meist sehr kurze), ist eine gegenseitige Einflußnahme nicht auszuschließen, vielleicht liegt hier sogar eine Symbiose vor. Pilze könnten mit entsprechenden Signalsubstanzen die Apoptose der seneszenten Körperzelle verhindern (Dalmasso, Filler) und ungezügeltes krebsiges Wachstum auslösen, die Krebszelle „dankt“ mit der Schaffung extrazellulären milchsauren Milieus. Pilze lieben es sauer.

Der aus Polen stammende Dr. Stan Burzynski entdeckte schon in den 1940ern, daß verschiedene Krebsarten in Blut und Harn ihrer Träger einen Mangel an bestimmten kleinen organischen Molekülen aufweisen, der für die jeweilige Krebsart kennzeichnend ist. Burzynski identifizierte diese Moleküle und substituierte sie bei seinen Patienten mit beeindruckendem Erfolg. Weil ihre Wirkung gegen Neoplasien gerichtet ist, nannte er sie Antineoplastone (Elias TD).

Antineoplastone sind Substanzen, die im Stoffwechsel Ähnlichlkeit mit jenen aktiven Molekülen zeigen, die „zwischen“ Glykolyse und Zitratzyklus „angesiedelt“ sind, wie etwa Phenylacetat oder –butyrat. Auch das vielgepriesene Dichloroacetat (DCA) gehört hier dazu.

Ein Hinweis auf eine antikanzerogene Wirkung derartiger Kleinmoleküle findet sich auch bei H. Nieper „Auf neuen Wegen“ (Langenhagen 2000), Seite 136f (Acetaldehyd, Benzaldehyd).

Das 3,5 Mrd Jahre alte Genom A („archaisch“- Fressen, Vermehren, Wachsen), das ATP ohne Sauerstoffverbrennung produziert (damals noch kein oder kaum freies O2 vorhanden), ist in uns allen noch aktiv, wird jedoch vom stammesgeschichtlich später darübergeschaltenen Genom B („bakteriell“) dominiert, das die weitere Verbrennung der Brenztraubensäure in Zitratzyklus und Atmungskette zu CO2 und H2O ermöglicht (mit 19x höherer Energieausbeute).

Krebs ist Genom A dominat (Kremer).

Unsere Mitochondrien gingen als frühe Aerobier-Bakterien mit den anaerobischen Urzellen eine Zellsymbiose ein und schufen damit den Grundstein für die Evolution des heutigen Lebens auf Erden.

Unter bestimmten Umständen wird es den Mitochondrien verunmöglicht, weiterhin Sauerstoff zur Energiegewinnung zu verbrennen, weil sonst die gesamte Zelle schaden nähme und sie gezwungen ist, auf den alten Modus (Glykolyse mit Milchsäure als Endprodukt) zurückzuschalten, was ökonomisch die Energieausbeute auf 1/19 reduziert (starke Müdigkeit und Erschöpfung des Individuums, Burn out als fakultative Präkanzerose ) und das zelluläre Ur-Teilungsprogramm anheizt, das die Krebszelle gebiert (Kremer).

Krebzzellen zeigen nicht nur verblüffende Ähnlichkeit mit embryonalen (eigentlich trophoblastischen) Zellen, nein, sie sind welche, dabei gilt bekanntlich in der Onkologie ohnehin unbestritten: Je unreifer der embryonale Differenzierungsgrad eines krebsigen Tumors in Erscheinung tritt, umso bösartiger ist er. Und: Er läßt sich nicht abtreiben.

„Krebs ist unser verkannter dunkler parthenogener Bruder, ein tödliches Geschwisterl, das Töchter in die Welt setzt.“

Krebszellen zeigen einen zum Träger veränderten (mutierten) Chromosomensatz, bösartige Tumoren sind zelluläre Individualverbände mit eigener Strategie und Willen zum Überleben, haben sich der Gemeinschaft der Körperzellen entzogen, passen sich veränderten Umgebungssituationen an, agieren also vernünftig.

Tumoren entsprechen evolutionär den Einzellerverbänden im Urmeer (Kremer), denkt man in der Evolution etwas weiter, so fällt eine gewisse Ähnlichkeit unserer inneren und äußeren Geschlechtsorgane mit Seegurken, Quallen und anderen Weichtieren auf.

„Krebsintelligenz“

Laut Beard ist jeder Tumor ein eigenes Wesen (nämlich die in der Botanik bekannte asexuelle Zwischengeneration gibt es auch bei Tieren und Menschen) mit dem ihm innewohnenden Selbsterhaltungstrieb; in der Embryologie heißt dieses Wesen Trophoblast, bei manchen Spezies finden sich in ihm sogar Ansätze für Nervenzellen, dieser Nährkeim entwickelt sich zur Plazenta und wird extra geboren. Die dunkelhumorige übelwollende bitterböse Feststellung in unserer manchmal herzlosen Gesprächskultur, bei jener oder diesem hätte man besser die Nachgeburt großgezogen, erhält hier einen zusätzlichen tragikomischen Anklang.

Am 5. Tag nach der Befruchtung hat die sich unentwegt teilende Eizelle bereits eine äußere Zellmasse aus über 100 Zellen gebildet, umschließt einen flüssigkeitsgefüllten Hohlraum, in den an einer Stelle herdartig die innere Zellmasse (‚embryonale‘ Stammzellen) hineinragt. Tags darauf nistet sich der humanes Choriongonadotropin (hCG) sezernierende „Keimblasentumor“ aus über 200 Zellen mit fremdem Chromosomensatz in Schleimhaut und Muskulatur der Gebärmutter ein, mit dem Anschluß ans mütterliche Gewebe diffundiert hCG in die Blutbahn (SST positiv), und der Embryo beginnt aus einer einzigen inneren Zelle zu sprießen.

Krebs ist die monströse Entwicklung schon in den frühen Embryo eingewanderter Keimzellen, die sich als adulte Stammzellen in sogenannten Nischen überall im Körper befinden (Gonzalez). Zellen, aus denen normalerweise ein neuer Mensch entsteht und die im Laufe des Lebens unsere geschädigten und abgestorbenen Körpergewebe ständig erneuern, differenzieren sich zu grausigem Krebsgewebe. Sie verteilen sich anfangs der 4. Woche nach der Befruchtung im gesamten frühen embryonalen Körper. Ihren Ausgang nehmen sie einige Tage zuvor in der inneren Zellmasse, jener herdartigen Erhebung wuchernder Zellen, die ab dem 5. Tag in die Keimblase hineinragt. Weil der Sprößling erst am 6. Tag, parallel mit der besseren Versorgung, aus einer einzigen Zelle zu sprießen beginnt, sich keine anderen inneren Zellen daran beteiligen, sind die eingewanderten Stammzellen nicht somatischen Ursprungs. Außer jener einen Zelle der inneren Zellmasse des Nährkeims, die die Grundlage zum Wachstum des Embryos bildet, halten sich alle anderen „abseits“ bis zu ihrer Wanderung in der 3. und 4. Woche.

Da sich die inneren Zellen zur Züchtung aller Gewebearten eignen, hat sich die etwas saloppe Bezeichnung ‚embryonale Stammzellen‘ durchgesetzt, für die gewanderten ‚adulte‘. Da Anzeichen zur Herdbildung der inneren Zellmasse schon am 4. Tag vorliegen, tags darauf die Zellen deutlich erkennbar sind, vom Embryo noch jede Spur fehlt, müßte es richtigerweise ‚trophoblastische Stammzellen‘ heißen.

Der maulbeerartige kugelige Zellverband der sich in den ersten Tagen rasch teilenden Eizelle reflektiert stammesgeschichtlich jene frühe Phase zellulären Lebens auf Erden vor mehr als 2 Milliarden Jahren, als sich noch kein oder nur geringe Mengen freien Sauerstoffs in der Atmosphäre befinden, er gleicht den Einzellerverbänden, die in dieser Zeit vor der Photosynthese im Urmeer treiben, nur darauf aus zu fressen, wachsen und sich vermehren, jegliches verwertbare anorganische und organische Material in der Nachbarschaft anzudauen, infiltrieren und durchwachsen. Manche dieser Tumoren mögen auch keimblasenartige Hohlräume umschließen und somit den Beginn der Kompartimentierung unterschiedlicher Milieus setzen. Ihre Energie beziehen sie aus Zuckeraufspaltung, wahrscheinlich wie heute unter Bildung von Brenztrauben- und Milchsäure, auch Kohlensäure und deren Salze, sowie Harnsäure aus dem ATP-Abbau werden eine Rolle gespielt haben, daneben die Energiegewinnung aus anorganischem Material, die Chemolithotrophie (Kremer).

Keimzellen im Stadium der Morula und Blastozyste sind noch fern jeglicher Art organischer Spezialisierung und Differenzierung, unendlich teilungsfähig, in der Anlage pluripotent, zeigen sie zellulären Überlebensinstinkt. In der späteren Embryonalentwicklung nach der 20. Woche, wenn nach Abschluß der Organdifferenzierung ausschließlich Größenwachstum einsetzt, geht mit der Stummschaltung der Telomerase die Unsterblichkeit der Körperzellen verloren. Nur in den Keimzellen der Gonaden bleibt sie unverändert aktiv.

Nur aus einer einzigen Zelle der ab dem 5. Tag postfertil im Blastocysten vorliegenden ‚inneren Zellmasse‘ (embryonale Stammzellen) entsprießt am 6. Tag der Embryo, alle übrigen Stammzellen nehmen an dieser Entwicklung nicht Teil, gegen Ende der 3. Woche wandern sie aus der ‚hinteren‘ embryonalen Darmanlage in den passageren Dottersack, um sich deutlich zu vermehren, verteilen sich 4. Woche (wieder über die ‚hintere‘ Darmanlage) in Form einer umfassenden Spiralbewegung im ganzen Embryo (inkl. Gonaden).

Im Körper dienen diese Zellen (adulte Stammzellen) das ganze Leben über dem Gewebsaufbau und seiner Erneuerung, nur in den Gonaden tauschen früher oder später verdoppelte Chromosomenpaare gezielt Chromosomenanteile gegeneinander aus (Crossing over oder Crossover) und halbieren ihren Satz (Reduktionsteilung, Meiose), im Prinzip handelt es sich nach dem Crossing over eigentlich um ‚Fremdzellen‘, weil der veränderte Chromosomensatz nun mit jenem des Trägerindividuum quanti- und qualitativ nicht mehr übereinstimmt. Im kontrollierten Gonadenmilieu kommt es normalerweise zu keiner Immunreaktion gegen Samen- und Eizellen oder deren Vorläufer.

Am 6. postfertilen Tag beginnt die Nidation im Uterus, dabei scheint zur Verhinderung der Abstoßung das hCG die wichtigste Rolle zu spielen, es wird schon sehr früh vom Trophoblasten produziert (SS-Test bereits vor Ausbleiben der Regel positiv).

Krebs ist eine ‚Differenzierungsstörung der Stammzellen bzw. ihrer noch teilungsfähigen Abkömmlinge‘, dabei sind embryonale und adulte ident, letztere teilen sich beim Erwachsenen nur, wenn Gewebserneuerung ansteht, und zwar einmalig wird eine ‚asymmetrische‘ Kopie geschaffen, die sich 10-15 Generationen lang teilt und dabei immer mehr differenziert, bis sie nur noch reift und nicht mehr teilungsfähig ist (terminale Restriktion). Je näher der Differenzierungsstop in der Generationenfolge zur Stammzelle erfolgt, desto anaplatischer, also maligner der Tumor. Die Stammzelle selbst bleibt unverändert.

Da sich mittlerweile in verschiedenen Krebsgeweben Stammzellen (“Krebsstammzellen“) gefunden haben, spricht dies dafür, daß die Stammzelle selber nicht „verbraucht“ wird, sondern ihre Teilungsabkömmlinge. Auf ca. 100 kanzeröse Tumorzellen kommt eine Stammzelle.

Noch vor dem Krieg haben Forscher Meiosen in Tumoren entdeckt, seither nicht mehr, erst 2007 wurden wieder Ähnlichkeiten mit Gameten gefunden (Kohane et al.). Das entscheidende bei der Krebsentstehung scheint ein Crossing over zu sein, zur 2. Meiose muß es nicht unbedingt kommen, d.h. die Halbierung des Chromosomensatzes tritt ggf. nicht ein, indes folgen ggf. weitere Zellteilungen mit weiteren Crossing overs, deshalb die chaotischen vielfältigen Chromosomensätze in Krebszellen und die hCG-Produktion (ab Crossing over?). Wird kein hCG produziert handelt es sich um einen sog. gutartigen Tumor (Acevedo).

Aus irgendeinem Grund versuchen direkte Abkömmlinge adulter Stammzellen, im Körper einen ‚irregulären‘ Trophoblasten mit allen nachteiligen Konsequenzen (vgl. Fähigkeit zur Wanderung in 3./4. postfertiler Woche, eine Art physiologischer Metastasierung) zu bilden.

Der physiologische Trophoblast wächst sich ‚krebsig‘ bis zur 8. SSW (54. Tag) in den mütterlichen Uterus; mit dem Einsetzen der sekretorischen Tätigkeit der embyonalen Bauchspeicheldrüse stellt der äußere Trophoblast seine Aggression ein und beginnt sich geordnet zur späteren Placenta zu differenzieren. Laut J. Beard zeichnen die Endopeptidasen Trypsin und Chymotrypsin dafür verantwortlich, die auch endokrin wirksam seien und Zellansammlungen auflösen können. Diese Kontrolle des ‚Nährkeims‘ bleibt bis zur Geburt notwendig, denn wenn nach Abgang der Placenta diese unvollständig ist, droht ein u.U. tödliches Chorionkarzinom, das innerhalb von Stunden metastasieren kann.

Laut Beard sind auch Teratome nur deshalb so harmlos, weil sie neben tropoblastischem auch pankreatisches Gewebe enthalten.

Die sich rasant teilende befruchtete Eizelle hat sich am 4. Tag nach der Befruchtung bereits 58mal geteilt und umgibt als äußere Zellmasse einen flüssigkeitsgefüllten Hohlraum, die Keimblase (Blastozyst), darinnen eine herdförmige Erhebung, die innere Zellmasse

Bis zum 5. Tag nach der Befruchtung liegt nur der Trophoblast (Nährkeim) mit 107 Zellen vor, er zeigt eine Blastozyste (Keimblase) mit einer herdartigen Zellansammlung innen am Rand, der an dieser Stelle durch die innere Zellmasse deutlich verdickt ist. Diese Innere Zellmasse besteht aus den heute vieldiskutierten embryonalen Stammzellen und aus ihnen kann jeder Gewebetyp gezüchtet werden.

Am 6. Tag hat sich bereits ein stattlicher Tumor von über 200 Zellen gebildet, der sich in die Gebärmutterschleimhaut einzunisten beginnt. Am 6. Tag beginnt die Einnistung in den Uterus und gleichzeitig beginnt aus einer einzigen Zelle der Inneren Zellmasse der Embyro („innerer Sprößling“) als Embryoblast („Sprößlingskeim“) zu sprießen. Der Embryo erhebt sich aus dem Trophoblasten (Gonzalez).

Die sich dadurch schlagartig verbessernde Diffusionsversorgung des Zellverbandes mit Nährstoffen geht einher mit dem Sprießen des Embryos (innerer Sprößling) aus einer einzigen Zelle, die sich rasch und gezielt teilt, und deren Nachkommen sich immer mehr verändern und voneinander unterscheiden (differenzieren). Über ein äußeres (Ektoderm) und inneres Keimblatt (Endoderm) mit Dottersack, und schließlich mittleres (Mesoderm) zeigt der Spößling Ende der 3. Woche bereits eine deutlich erkennbare Gestalt mit einem Augen/Kopfbereich, Körper mit Darm und Dottersack und unteres Körperende mit kommender Genitalleiste, aus der sich später die Keimdrüsen (Eierstock und Hoden) der inneren Geschlechtsorgane entwickeln.

Die anderen Zellen der inneren Zellmasse halten sich abseits und machen diesen Prozeß nicht mit. Genau genommen kann man vor dem 6. Tag nicht von einem Embryo sprechen, weil noch keiner da ist, sondern ausschließlich jener un- bzw. kaum differenzierte Zellhaufen, der den nährenden Boden zum Ersprießen des Spößlings gibt und ihn nährt, der Nährkeim (Trophoblast). Später der Mutterkuchen (Plazenta oder Chorion).

Alle anderen Trophoblastzellen der Inneren Zellmasse halten sich „abseits“ und nehmen an der Bildung der Keimblätter und weiteren Differenzierung des Embryos nicht teil, verbleiben im weiteren in der „hinteren“ Darmanlage des Embryos, wandern gegen Ende der 3. Woche nach „unten“ in den passageren Dottersack, in dem sie sich nähren und erheblich vermehren; anfangs der 4. Woche geht es zurück in den Darm und besiedeln schließlich in einer spiralartigen Wanderung den gesamten Embryo (migrierende Keimzellen), einschließlich des späteren Gonadenbereichs (primordiale Keimzellen). In den Keimdrüsen vollziehen sie im Laufe des Lebens das Crossing over mit der Reduktionsteilung und legen damit den genetischen Grundstein für das nächste Lebewesen, im Körper geht von ihnen während des ganzen Lebens die Gewebserneuerung aus (adulte Stammzellen). Diese Zellen sind nicht somatisch sondern Trophoblastzellen und tragen in sich die Fähigkeit, zur Bildung einer Ansammlung von Trophoblastzellen (Tumor).

Erst gegen Ende der 3. Woche wird dieser Zellverband plötzlich aktiv und begibt sich auf seine Wanderung, um sich im gesamten Körper des Embyros zu verteilen, ein Drittel der Migranten landet als Keimzellenvorläufer im unteren Körperende, wo sich bald die Genitalleiste bildet.

Äußerlich frißt sich die Leibesfrucht wie Krebs in den Uterus, es werden die gleichen Wachstums- und Hemmstoffe verwendet, v.a. die Zink-Matrix-Metalloproteinasen. Dieser Vorgang hält bis in die 8. SSW (54.Tag) an, dann plötzlich hört das aggressive Wachstum auf und der äußere Trophoblast beginnt, sich geordnet zum Mutterkuchen (Chorion, Placenta) zu entwickeln. Am 54. Tag beginnt das Pankreas des Embryos seine Tätigkeit aufzunehmen, v.a. die Endopeptidasen Trypsin und Chymotrypsin scheinen dabei eine wichtige Rolle zu spielen. Diese „Beendigung“ des Trophoblasten durch foeto-embryonale Faktoren ist bis zur Geburt notwendig, denn wenn nach der Abnabelung eine unvollstädige Placenta nachkommt, kann sich innerhalb von Stunden ein tödliches metastasierendes Chorionkarzinom entwickeln.

Bekanntlich hat der Mensch 23 Chromosomenpaare (Diploidie), und wenn es zur Befruchtung der Eizelle durch das Spermium kommt, liefert jedes von beiden 23 unpaare Chromosomen (Haploidie), die dann wieder 23 Paare ergeben. Aber vorher muß bei der Entwicklung der Ei- und Samenzelle der Chromosomensatz jeweils halbiert werden, das ist die Reifeteilung oder Reduktionsteilung (Meiose).

Unser Leben beginnt auf genetischer Ebene nicht mit der Befruchtung der Eizelle, sondern einen entscheidenden Zeitraum davor, nämlich dann, wenn sich die Gene (bzw. deren Träger die Chromosomen) des künftigen Lebewesens auf geheimnisvolle Art neu arrangieren, und zwar im zufälligen Verteilen homologer Partner in den Chromosomenpaaren auf die beiden Tochterzellen und das kreuzweise Austauschen von Chromosomenabschnitten (Crossover) bei der Entwicklung unserer Keimzellen im Rahmen jenes Entwicklungsvorganges, den man als Reife- oder Reduktionsteilung bezeichnet, denn erst wenn der normale diploide Chromosomensatz auf die Hälfte reduziert ist (Haploidie), ist die Zelle reif, um später als befruchtende Samen- oder befruchtete Eizelle zu dienen. Der Vorgang besteht aus 2 Zellteilungen hintereinander (I. und II. Meiose).

Nach der Chromatidenverdoppelung ordnen sich die Partnerchromosomen räumlich parallel an, wobei jeweils 4 doppelte Nukleotidstränge (Chromatiden) nebeneinander lagern, wobei sich die Telomere in ihrer ganzen Länge an die Innenseite der Kernmembran heften, um eine stabile Ausgangsposition für die bevorstehende Dynamik des Crossovers zu gewährleisten. Die Endstücke nehmen klarerweise an der Erbgutdurchmischung nicht teil, was auch keinen Sinn ergäbe, da sie alle aus identen Basensequenzen bestehen.

Im Austauschreigen des Überkreuzens werden mütter- und väterliche Chromosomenanteile heftig ausgetauscht und es entsteht neues durchmischtes Erbgut, bei der anschließenden Teilung werden die Paare getrennt und jede der beiden Tochterzellen erhält 23 Doppelchromosomen mit jeweils 2 Chromatiden (I. Meiose).

Erst bei der anschließenden 2. Teilung kommt es zur eigentlichen Reduktion auf die Hälfte, indem die Chromatiden der Chromosomen voneinander getrennt werden. Nun fallen jeweils 23 unpaare Chromosomen auf die beiden Töchter (II. Meiose). Weil aus der I. Meiose 2 Zellen entstehen, sind es nach der II. Meiose insgesamt 4 Tochterzellen (Gameten).

Im Crossover der Keimzellen werden väter- und mütterliche Chromosomenteile nach Verdoppelung und lateraler Aggregation (Synapsenpaarungpaarung der homologen Chromosomen) gegeneinander ausgetauscht und es entsteht „neues“ väterlich-mütterlich durchmischtes Erbgut, das durch die folgende Zellteilung auf beide Tochterzellnen „normal“, jedoch unpaarig, verteilt wird (I. Meiose), denn es sind 2 Zellen mit jeweils „verdoppeltem“ haploidem Chromosomensatz, der erst im weiteren durch die eigentliche Reduktionsteilung halbiert wird (II. Meiose), bei der die nun durchmischten 23 „Doppelchromsomen“ definitiv getrennt und auf die beiden Tochterzellen aufgeteilt werden. Jede von ihnen erhält einen Satz mit 23 unpaaren Chromosomen.

Durch diese Reduktion wird der halbe Grundstein zum Erbgut des künftigen Menschen gelegt.

Etwa 99% dessen, was und wie wir körperlich sind und wesen, fußt auf dem Informationsprogramm, das in jeder unserer Billionen Zellen in den Zellkernen gespeichert und dauernd aktiv ist, denn es ist nicht nur Bauplan unseres Körpers, sondern auch Steuermann für alle ununterbrochen ablaufenden Stoffwechsel- und Regenerationsvorgänge im Organismus. Im Kern (Nucleus) finden sich die Kern- oder Nukleinsäuren, die aus einem Zucker, einem Phosphorsäurerest und einer Base bestehen, diese Dreiergruppe nennt man Nukleotid, ohne den Phosphorsäurerest die Zweiergruppe Nukleosid.

Viele Substanzen lösen sich in wäßriger Lösung als Teilchen mit Überschußladung, den Ionen. Jene mit positiver als Kationen, die mit negativer als Anionen.

Ob eine Substanz basisch oder sauer reagiert, hängt davon ab, wie sich in wässriger Lösung die gelösten Wasserstoffatome oder H+ Ionen bei Zugabe jener in ihrer Konzentration (pH-Wert) verändern, zeigt sich ein pH über 7 ist die Substanz basisch (alkalisch), unter 7 sauer (azid). Da man den pH-Wert oder das pH als negativen 10er Logarhythmus der Wasserstoffionenkonzentration definiert, zeigt also ein niedriges pH eine starke Säure an. Im menschlichen Organismus betrifft dies nur die Magensäure mit einem pH von 1-1,5 bei Nüchternheit und 2-4 bei vollem Magen, ansonsten spielen sich in der menschlichen Natur (Physiologie) die Stoffwechselvorgänge nicht um den chemischen Neutralpunkt von 7,0 ab, das wäre bei weitem zu sauer, sondern man orientiert sich an jenem pH-Wert, der im Blut des Menschen mit Werten zwischen 7,38 (7,35) – 7,43 (7,45) vorherrscht, dem biologischen Neutralpunkt von 7,4. Die Konzentrationsunterschiede auf der ph-Skala sind so gewaltig, daß man sich dafür entschied, den pH-Wert immer als Hochzahl (Potenz) der Zahl 10 zu schreiben (dekadischer Logarhythmus) und pH von 7 bedeutet also 10 hoch 7, weil es sich indes um den negativen dekadischen Logarhythmus handelt, nimmt die Konzentration nach unten zu, also eine Konzentration von 1 durch 10 hoch 7, was einem Zehnmilionstel entsricht, ein pH von 6 wäre 1 Millionstel, pH 5 1 Hunderttausendstel u.s.w.

Der pH-Wert oder das pH ist also der negative dekadische Logarhythmus der Wasserstoffionenkonzentration, er bezieht sich ausschließlich auf die Konzentration der H+ Ionen in einer Lösung. Ganz genau genommen „hängt“ sich jedes freie H+ Kation an ein Wassermolekül und bildet H3O+, das Hydronium- oder Oxonium-Ion. Weil es sich um eine Konzentrationsangabe handelt, ist das pH eine Verhältniszahl.

Säuren geben in wäßriger Lösung ihre positiven Wasserstoff-Kationen (H+ Ionen) ab, sie dissoziieren. Starke Säuren wie Salzsäure (HCl) tun dies in hohem Ausmaß, schwache in niedrigem. Das Verhältnis der Konzentration dissoziierter zu nichtdissoziierten Molekülen einer Säure in wäßriger Lösung, ist die Dissoziationskonstante K, und wie beim pH wird sie als pK-Wert als Hochzahl von 10 im Nenner geschrieben (im Zähler steht wieder die 1), also auch als negativer Logarhythmus.

Basen hingegen nehmen in wäßriger Lösung H+ Ionen auf, je ausgeprägter dieser Umstand , umso stärker die Alkalität der Base oder Lauge.

Abgesehen von der Schreibweise als negative Zehnerlogarhythmen ist der pH-Wert als Konzentrationsangabe eine Verhältniszahl, der pK-Wert das Verhältnis aus dem Produkt zweier Konzentrationen (Verhältniszahlen) zur dritten, also eine Verhältniszahl aus insgesamt 3 Verhältniszahlen, weshalb pH und pK von Säuren in biologischen Systemen meist in einem ähnlichen Bereich liegen, jedoch nie ganz gleich sind, es sei denn, die Konzentration des negativen Säure-Anions (z.B. Laktat-Ion) und jene der nichtdissoziierten „Muttersäure“ (z.B. Milchsäure) wäre dieselbe, was interessanterweise beim pK von 6,5 der Kohlensäure zutrifft. Das Abpuffern bzw. Neutralisieren der freien positiven H+ Ionen bedeutet nichts anderes, als daß sich spontan aus negativen und positiven Ionen der natürliche niedrige Dissoziationszustand der schwachen (meist organischen) Säure herstellt, womit je nach Stoffwechselerfordernis zu viel vorhandene Säure aus dem Verkehr gezogen ist.

Der pK-Wert oder das pK ist der negative dekadische Logarhythmus der Dissoziationskonstante.

Ist in wäßriger Lösung das Wasserstoff-Ion einer Säure durch ein anderes ersetzt (im Stoffwechsel meist Na+, K+, Mg++, Ca++, Zn++ u.a.), liegt das Salz dieser Säure vor, das in der Regel völlig unterschiedliche Eigenschaften zeigt. Das bekannteste Beispiel ist die starke Salzsäure (HCl), einer bisweilen hochaggressiven Substanz, der gegenüber ihr Natriumsalz (NaCl), auch bekannt als Speise-oder Kochsalz, ein Lebenselexier darstellt, das sich in Wasser in Natrium (Na+)- und Chlorid-Ionen (Cl-) auflöst. Salze sind grundsätzlich (wie starke Säuren) dissoziiert, was sie indes in Gegensatz zu ihren schwachen „Muttersäuren“ stellt, die nur geringe Dissoziation aufweisen. Ionen sind Elemente (Einzelatome) oder Moleküle (mehrere Elemente) mit Überschußladung, Kationen mit positiver, Anionen mit negativer, meist in wäßriger Lösung

Die geringe Neigung schwacher Säuren zur Dissoziation reicht jedoch in biologischen Systemen aus, das akribische dynamische Gleichgewicht zwischen leicht dissoziierten „schwachen“ organischen und starken anorganischen Säuren und deren beider vollständig dissoziierten Salze aufrechtzuerhalten. Da Salze kaum dissoziierter Säuren in der Lage sind, in Lösung H+ Ionen zu neutralisieren, diese gleichsam zu puffern, ihrer eine Vielzahl im Organismus aktiv ist, spricht man vom Puffersystem der Säuren und ihrer Salze im Körper.

Puffern kann immer nur ein Salz einer schwachen Säure, weil das positive Wasserstoff-Ion (Kation) nur mit dem negativen Ion (Anion) eines Salzes einer schwachen Säure eine nichtdissoziierte chemische Verbindung bilden kann, es sich somit neutralisiert und unwirksam macht. Nicht hingegen mit dem Salz einer starken Säure, weil es dabei zu keinem nichtdissoziierten Komplex kommen kann, denn die korrespondierende Säure wäre ja eine starke und somit nicht dissoziiert, das H+ bliebe frei und wirksam.

Bei Zugabe eines dissoziierten Puffersalzes einer kaum dissoziierten schwachen Säure, stürzen sich die damit plötzlich überschüssig gewordenen Wasserstoff-Kationen in der Lösung und die negativen Salz-Anionen im Nu aufeinander, weil sich spontan der natürliche Zustand der Nichtdissoziation herstellt. Die freien negativen Anionen des Puffersalzes verbrauchen sich durch das Aufnehmen der positiven Wasserstoff-Kationen nach und nach, indem sie die festen nichtdissoziierten Moleküle der schwachen meist organischen Säure bilden, und bei Erreichen der Verteilungs- und Konzentrationsverhältnisse der Dissoziationskonstante K bzw. des pK-Werts hört der Puffervorgang auf. Aus dem Laktat-Anion ist nun kaum dissoziierte Milchsäure geworden, aus Acetat Essigsäure, aus Zitrat Zitronensäure etc.

Damit der Verbrauch aller Pufferkapazität, was den Säuretod des Menschen hervorriefe, nicht so leicht eintritt, hat die Natur mit dem Salz der Kohlensäure in der 1. Dissoziationsstufe, dem Hydrogen – oder Bikarbonatanion (HCO3-), das meist als gelöstes Natriumsalz vorliegt, höchst beeindruckende Vorsorge getroffen.

Verbindet sich das Bikarbonatanion in der Pufferreaktion spontan mit dem Kation des Wasserstoffes, entsteht Kohlensäure, die außerhalb des Stoffwechsels, z.B. in einem offenen Gefäß in einem Labor, rasch in Kohlendioxyd und Wasser zerfällt. Weil die Kohlensäure als instabile Säure auftritt, spricht man von freier und gebundener , jene betrifft Kohlensäure und Kohlendioxd gelöst, diese das Hydrogenkarbonat (und Karbonat, letzteres unter Stoffwechselverhältnissen verschwindend gering).

Indes: Der spontane Zerfall der Kohlensäure unter Laborbedingungen findet im Stoffwechsel de facto nicht statt (bzw. derart verlangsamt, daß es auf dasselbe hinauskommt). Die Kohlensäue tritt im Stoffwechsel als stabile Säure in Erscheinung und muß zum Zerfall katalytisch gezwungen werden.

Weil sie 2 Kationen zum Abdissoziieren hat (H2CO3), gibt es einen 1. pK-Wert bzw. eine 1. Säurekonstante von 6,5 , wo nur ein H+ abdissoziiert wird, und dabei liegen gleichviel freie Kohlensäure und Bikarbonat vor, damit wäre auch um das gleich hohe pH die beste Pufferwirkung zu erwarten. (Die unbiologischen Verhältnisse der 2. Säurekonstante mit pK und pH über 10 sind nur von formalem Interesse.)

Im Blut des Menschen wird hingegen durchschnittlich ein pH von 7,4 aufrechterhalten, wie ist das möglich?

Durch das vielleicht effektivste Enzym in der ganzen Natur: Die Carboanhydrase. Sie beschleunigt den spontanen (de facto nicht geschehenden) Zerfall der Kohlensäure in CO2 und H2O um das bis zu 10millionenfache!

Dazu im legendären Lehrbuch der Physiologie des Ganong, William F. „Review of Medical Physiology“ (deutsche Ausgabe, Übers. W. Auerswald, Seite 651, offener Bikarbonatpuffer) 4. Auflage, Springer Verlag, Berlin Heidelberg New York 1979 Zitat: ‚ … Wird dem Blut H+ zugesetzt, dann nimmt HCO3-, dessen Konzentration zusätzlich durch die Niere reguliert wird, ab, während vermehrt H2CO3 entsteht.Würde diese zusätzliche H2CO3 nicht in CO2 und H2O übergeführt und das CO2 in der Lunge abventiliert,so müßte die H2CO3-Konzentration ansteigen. Wäre z.B. die zugesetzte H+ Menge ausreichend gewesen, um das Plasma-HCO3- auf die Hälfte absinken zu lassen, dann wäre ein pH-Abfall von 7,4 auf 6,0 die Folge. In Wirklichkeit wird aber nicht nur die gesamte zusätzlich gebildete H2CO3 entfernt, sondern der H+ Anstieg regt auch die Atmung an; dies bewirkt einen Abfall des pCO2 so, daß zusätzlich H2CO3 entfernt wird. Das pH würde daher im vorliegenden Beispiel nur auf etwa 7,2 abfallen (Abb. 40.2). Die Reaktion CO2 + H2O = H2CO3 verläuft in beiden Richtungen langsam, wenn das Enzym Carboanhydase nicht anwesend ist. Im Plasma fehlt Carboanhydrase, in den Erythrozyten ist sie jedoch reichlich vorhanden …‘

Garrett Reginald, Charles M. Grisham: Biochemistry. (International Student Edition). 4. Auflage. Cengage Learning Services, 2009, ISBN 978-0-495-11464-2, S. 394, Zitat: ‚… Carboanhydrase ist ein Enzym, das sehr schnell katalysiert: Sie kann bis zu 106 Moleküle Kohlenstoffdioxid pro Sekunde hydratisieren und beschleunigt die Reaktion auf das 107-fache. Ihr kcat-Wert liegt bei 1.000.000 pro Sekunde. …‘

Karlson, Peter „Kurzes Lehrbuch der Biochemie für Mediziner und Naturwissenschaftler“ (Seit 311, offener Bikarbonatpuffer) 11. Auflage, Springer 1980 Zitat: '...Der pK-Wert der Kohlemsäure (1. Stufe), beträgt 6,1;(pers. Anm.: in neuerer Lit. 6,5) bei einer nichtflüchtigen Säure wäre in dieser Gegend beste Pufferwirkung zu erwarten. Da aber CO2 flüchtig ist und durch die Kohlensäurehydratase (pers.Anm.: alter Name der CA) stets ein Gleichgewicht zwischen CO2 und H2CO3 eingestellt wird, ist die effektive H2CO3-Konzentration vor allem von der Kohlendioxid-Spannung abhängig. ...' (pers.Anm.: alle Unterstreichungen vom Verfasser)

Weil die durch die Pufferrung von H+ entstehende Kohlensäure durch die CA unmittelbar zum Zerfall gebracht wird und entstehendes Kohlendioxid und Wasser problemlos über Lungen und Nieren abgeatmet und ausgeschieden werden, ist das „offene“ Kohlensäure-Bikarbonat-Puffersystem der wichtigste Puffer zum Auffangen von pH – Schwankungen im Blut, bestehend aus der Kohlensäure (H2CO3) als Säure und dem Bikarbonat-Ion (auch Hydrogencarbonation genannt, HCO3) als Base. Die Transportform des CO2 im Blut ist das Bikarbonat – Anion HCO3-, dessen Ausscheidung oder Retention auch über die CA in den Nierenepithelzellen geregelt ist. Damit wird unnötigem Verlust der Pufferreserve Bikarbonat-Ion vorgebeugt.

Intratrazellulär ist der Eiweißpuffer vorherrschend, da die Amino- und Carboxyl-Gruppen der Peptidketten ideal dazu geeignet sind, H+ bei zuviel Säure zu binden und OH- abzugeben, und bei zu wenig wieder H+ abzugeben bzw. OH- zu binden. Dieser Puffer verbraucht sich nicht.

Dies ist das Wesen der Pufferung überschüssiger Säure, ohne die das Leben in dieser Form nicht vorstellbar wäre.

Hängen mehrere Moleküle in einer sauren Verbindung zusammen, wie bei den Nukleinsäuren, heißt dies nicht, daß auch die betreffenden Moleküle einzeln sauer reagieren, wie es die Purin- und Pyrimidinbasen zeigen, die ganz wichtige Bestandteile der Kernsäuren sind.

Das Informationsprogramm im Zellkern besteht außen aus zwei parallelen Nukleotidketten, bei denen jeweils Zucker- und Phosphorsäurereste abwechselnd miteinander verknüpft sind, und die innen über die Wasserstoffbrücken der komplementären Basenpaare aneinander gebunden sind. Es verbinden sich immer nur Adenin mit Thymin (2 H-Brücken) und Guanin mit Cytosin (3 H-Brücken), also ausschließlich jeweils eine Purin- mit einer Pyrimidinbase (RNA zeigt Uracil statt Thymin). Diese doppelte Kette dreht sich nun auch noch ein und wir erhalten die berühmteste Spirale der Welt, die Doppelhelix des Zellkerns. Ein anderer bekannter Begriff für das gesamte Riesenmolekül lautet Chromosom. An dessen beiden Enden sich beim Menschen 5 Basenpaare ständig wiederholen und seiner Struktur Festigkeit und Stabilität verleihen. Diese Abschnitte am Chromosom, die beim Menschen jeweils eine Länge von 5000 – 10000 Basenpaare ausmachen, nennt man Telomere (Endstücke, seltener verwendet: Ärmelenden) und sind von einer Schutzkappe aus Protein, dem Shelterin, überzogen.

Die Telomere steuern den Alterungsprozeß auf zellulärer Ebene. Die Länge der Enden (Telomere) unserer Chromosomen bestimmt die Anzahl der Zellteilungen (zelluläre Alternsuhr, Nobelpreis 2009), die eine Körperzelle im Laufe ihres Lebens durchlaufen kann (Hayflick-Limit). Bei jeder Teilung gehen ungefähr 100 – 150 Basenpaare verloren (Replikationsproblem, von Watson 1973 erkannt und definiert), weil der replizierende Primer (Primase) auf dem zu verdoppelnden Strang „entlangfährt“ und am äußeren Ende „zu stehen kommt“, und jene Basen, auf denen „er sitzt“, nicht verdoppeln kann. Auf die Länge des jeweilige Ausgangsstranges, also des Chromatids vor Beginn der Replikation, hat dies klarerweise keinen Einfluß, weshalb jedes Chromosom an seinen Enden 2 verschieden lange Nukleotidketten aufweist.

Es gibt ein Enzym, das die Chromosomenstränge nach erfolgter Verdoppelung wieder auf die ursprüngliche länge zurückführt: Die Telomerase, die in unseren somatischen Zellen und adulten Stammzellen schon in der Embryonalzeit stummgeschalten wird, und nur in den nichtsomatischen Keimzellen aktiv bleibt.

Verkürzt sich ein Chromosom auf eine Telomerlänge von etwa 3000 bis 5000 Basenpaaren, tritt die ganze Zelle in den Zustand der Seneszenz („Alterstarre“), was für den Gesamtorganismus nachteilig ist, weil diese Zelle sich (vorerst) nicht mehr teilt oder erneuert, sondern im Gewebe „liegenbleibt“ und u.U. Entzündungmediatoren produziert (anomale Funktion).

Im günstigsten Fall wird in einer solchen Zelle die Apoptose ausgelöst, im ungünstigsten teilt sie sich plötzlich weiter und bildet einen Tumor. Erreichen dessen Telomere eine Kürze, die nur noch mit den unverzichtbaren zellulären Vitalfunktionen (Teilen, Vermehren, Wachsen) vereinbar ist, und ein entsprechendes „lebensfeindliches“ kanzerophiles Umgebungsmilieu vorliegt, geht die Stammzelle in einer Art Überlebensreflex den Weg der Keimzelle in die I. Meiose. Die zweite muß nicht unbedingt (vollständig) geschehen, denn der zwar jetzt bestehende „formale“ haploide Chromosomensatz (nach Meiose I) zeigt ja 2 Chromatiden pro Chromosom, hat also verdoppeltes „diploides“ Erbgut, was formal ohnehin unbeschränkte Mitosen zuließe, wenn etwa die Furchung nach Meiose II ausbliebe.

Man kann sich rechnerisch alle möglichen Abweichungen vorstellen, die ein Crossover enthalten, der Chromosomensatz sich signifikant verändert, die nachfolgenden Zellen aber weiter vermehrungsfähig bleiben. Sogar ein Verschmelzen von Gameten wäre im Rahmen zellulärer Tumorprozesse denkbar und sobald die Telomerenlänge endgültig kritisch wird, also Zelltod droht, schaltet sich die Telomerase endogen-intrazellulär maximal hoch . Eine Parthenogenese. Dazwischen werden immer wieder (zufällig? spontan?) Crossovers und irreguläre meist unvollständige Erstmeiosen vollzogen und die chromosomale Heterogenität des Tumors nimmt weiter zu.

Es scheinen sich hier meiotisch-mitotische Mischvorgänge abzuspielen.

Und der quantitative Ausblick eines einzigen Crossover-Vorganges ist gewaltig, immerhin gibt es 2 hoch 22 verschiedene Möglichkeiten (runde 4,2 Mio) der chromosomalen Rekombination (Love J). Es wurden schon 16 verschiedene Chromosomensätze (also 16 Crossovers!) in Malignomen gefunden (Hiddemann et al.). Weit über 100 Jahre nach Beard fällt das auch den behandelten Ärzten auf:

Erst kürzlich, am 7. November 2013, am Kongreß der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (ÖGHO): „Mutationsheterogenität als zentrales Charakteristikum in malignen Geweben stellt Forschende wie Kliniker in der Onkologie vor neue Herausforderungen.“ (Springer Medizin Onkologie 07.11.2013)

Krebs ist das Crossover einer irregulärer Meiose, die Geburt der unsterblichen Krebszelle. Im Unterschied zu Zufallsmutationen hält sich das Crossover an chromosomale Sollbruchstellen (Panizza et al. 2011).

Die vielfach heterogenen und chaotischen Chromosomensätze von Krebszellen sind nicht das Ergebnis „geheimnisvoller“ Mutationen, sondern eines wiederholten anomalen Crossovers, dem die laterale Aggregation und Aneinanderdocken der Chromosomen mit verdoppelten Chromatiden vorausgeht (Synapsenpaarung); dabei ordnen sich jeweils 4 Chromatiden parallel nebeneinander im Raum an, mit ihren Ärmelenden (Telomeren) an der inneren Kernmembran fixiert, und bilden eine Tetrade, jene in das Crossover miteinzubeziehen ergäbe keinen Sinn, da alle Telomere idente Basenfolgen zeigen.

Jetzt erfolgt die erste meiotische Teilung mit dem Ergebnis zweier haploider Zellen mit verdoppelten Chromatiden („formale Diploidie“), die nicht unbedingt in die weitere eigentliche reduzierende 2. Meiose müssen, sondern können ohne weiteres in unbegrenzte mitotische und auch weitere unvollständige meiotische (krebsige) Teilungen gehen, was das Vorkommen mehrerer unterschiedlicher Chromosomensätze in malignen Tumoren erklärt (chromosomale Heterogenität). Sowohl bei Primärtumoren als auch Metastasen.

Die laterale Aggregation und Synapsenpaarung (nach der paarigen Verdoppelung) mit dem Crossover, bei dem Chromosomenanteile unter den 4 Chromatidsträngen heftig ausgetauscht werden, stellt den signifikantesten Unterschied zur normalen Mitose dar, die gleich nach der Verdoppelung die Kernspindel aktiviert (also keine laterale Aggregation mit Crossover).

Krebs ist eine Zelldifferenzierungsstörung, er tritt im Rahmen der (versuchten bzw. fehlgeschlagenen) Gewebserneuerung auf (Wicha et al.); z.B. erneuern sich Epithelzellen des gesamten Verdauungstraktes alle 10 Tage, was also im Hinblick auf die Häufigkeit des Darmkrebses nicht wundert. Ein anderes Beispiel sind die Prostatazellen im Vergleich zu jenen in den Samenbläschen, erstere zeigen eine bekannt hohe Proliferationstendenz bei hohem Zellumsatz.

Hingegen zeigen die umsatzfreudigen Zellen der Dünndarmschleimhaut fast nie Krebs, obwohl Dickdarmzellen mit der hohen Inzidenz sich deutlich weniger oft regenerieren. Die Pankreasenzyme, welche in Duodenum, Jejunum und auch noch Ileum aktiv sind machen den Unterschied.

John Beard weist schon in seinem 1911 erschienenen Buch „The Enzyme Treatment of Cancer“ (Chatto & Windus, London 1911, wiederaufgelegt New Spring Press, New York 2010) auf Seite 103 auf die auffällige Reduktion der Chromosomen bei Malignomen hin (der Begriff Meiose der primordialen Keimzellen war damal zwar schon bekannt, hatte sich jedoch noch nicht durchgesetzt) und zitiert die Arbeit von Farmer, Moore and Walker (Lancet, Dec 26, 1903, p. 1830); erst im 3. Jahrtausend erinnert man sich wieder an J. Beard und sieht gemeinsame genetische Programme in Tumorzellen und Gameten (Kohane et al.) (Scientific American Magazine, April 23, 2009).

Die sich während der 4. postfertilen Woche im ganzen Embryo verteilenden primordialen migranten Keimzellen der inneren Zellmasse des Blastozysten (Keimblase, 5. Tag) sind ident mit den späteren adulten Stammzellen, die sich in allen Körpergeweben finden und das lebenslange (nichtsomatische) Zellreservoir für Gewebserneuerung und –ersatz darstellen (N. J. Gonzalez „The Trophoblast and the Origins of Cancer“, New Spring Press, New York 2010).

Da der Mensch aufgrund sich verkürzender Telomere altert (stillgeschaltene Telomerase), sind die adulten Stammzellen (im Gegensatz zu den embryonalen) nicht unsterblich und haben somit nur eine begrenzte Anzahl von Zellteilungsmöglichkeiten in ihrem genetischen Programm (Hayflick-Limit).

Der Mensch kommt mit einer durchschnittlichen Telomerenlänge von etwa zehntausend Basenpaaren zur Welt, im Laufe ihres Lebens verliert davon jede sich teilende Zelle mit jeder Teilung ungefähr 100 – 150 (Blasco M), und gerät bei einer Telomerlänge um die 5000 in einen physiologischen Zustand, der Seneszenz („Altersstarre“) genannt wird.

Die Zelle ist (vorerst) nicht mehr teilungsfähig und bleibt im Gewebe „liegen“, wobei sie eventuell störende Entzündungsmediatoren produziert, also eine gestörte Funktion aufweist. Im günstigsten Fall wird die Apoptose ausgelöst, im ungünstigsten entsteht eine Krebszelle und zwar u.U. „schleichend“ über (viele) Jahre.

Mittlerweile haben sich in verschiedensten Krebsgeweben Stammzellen („Krebsstammzellen“) gefunden, sie alle sind das Produkt irregulärer Meiosen, mit extrem hochgefahrener Telomerase, sind im Unterschied zu den adulten Stammzelllen, aus denen sie hervorgegengen sind, unsterblich und brauchen sich nicht auf. Auf ca. 100 kanzeröse Tumorzellen kommt eine Stammzelle (Gonzalez).

Kanzerogenese

Die derzeitige „offizielle“ Krebstheorie geht davon aus, daß wir alle sogenannte Protoonkogene in unseren Genen haben, die von sogenannten Suppressorgenen in Schach gehalten werden, was nicht immer (wie hinreichend bekannt) funktioniert; wird durch ein Kanzerogen ein Suppressorgen ausgeschalten und ein Protoonkogen zum Onkogen, kann dieses Onkogen ein weiteres Suppressorgen ausschalten und damit ein weiteres Protoonkogen zum Onkogen werden lassen, und passiert dies mindestens 6mal, haben wir (möglicherweise) eine Krebszelle mit ihren unerfreulichen Eigenschaften.

Es liegt also nicht die Mutation eines einzelnen Gens vor, sondern ein ganzer Signalweg mutiert!

Derzeit läuft ein Projekt zur Sequenzierung aller mutierten Signalwege aller Krebse, das Human Cancer Genom Project (HCGP) zur Erstellung des genetischen Krebsatlas (The Cancer Genome Atlas, TCGA), im Unterschied zu Venters HGP in den Neunzigern (Mukherjee S); es soll ungefähr noch 10 Jahre dauern, weshalb auch am letzten Krebsforum in Alpbach 2012 (zur Hausen, Wintermantel) davon gesprochen wurde, daß Krebs in etwa 10 Jahren nun mit Sicherheit heilbar sein werde. Man werde dann jeden Tumor individuell genetisch blockieren; ein offensichtlicher Trugschluß, weil definierten Tumoren kein gemeinsames genetisches Programm zugrunde liegt, sondern die Anzahl der genetischen Kombinationsmöglichkeiten (sprich: Signalwegaberrationen), derer sich Tumoren bedienen können, (nahezu) unendlich ist. Schon bei einer normalem Meiose ist die Anzahl der Möglichkeiten des Crossovers der Doppelchromosomenpaare 4,194.304 (2 hoch 22). Angesichts des völlig unvorhersehbaren Ausmaßes der Heterogenität auch bei Tumoren gleicher Art, eine hoffnungslose Sisyphusarbeit.

D.h., man blockiert (temporär) genetisch einen Tumor, der schüttelt nach einer gewissen Zeit neue Signalwegaberration(en) bzw. Crossovers aus dem Ärmel und … wächst wieder, man bestimmt die neue(n) Aberration(en), bekämpft diese wieder usw., damit hat man Krebs endgültig zu einer chronischen Erkrankung gemacht, deren dauerhafte Verwaltung bzw. Wartung ein Dauergeschäft beschert …

Und wir sind halt wieder mal, diesmal auf weitere 10 Jahre, vertröstet …

Krebs (seneszente Zellwucherung) tritt im Rahmen der natürlichen periodischen oder erzwungenen posttraumatischen Gewebserneuerung auf, welche nicht (mehr) gelingt (Wicha et al.). Bei der teilt sich eine adulte Stammzelle einmalig und ihre „asymmetrische“ Kopie teilt sich „horizontal“ und „vertikal“ (Klonbildung) 10 – 15x bis zum Teilungshalt (terminale Restriktion), danach kommt es nur mehr zu Differenzierungsvorgängen bis die vollständige Gewebszelle hergestellt ist, wir wissen allerdings, daß sich bei jeder Teilung das Telomer um 100 – 150 Basenpaaare (Blasco M) verkürzt, wir bei einer Stammzellentelomerenlänge von etwa 6500 (älterer Patient) unter Umständen beim „Töchterzellenklon“ schon vor der terminalen Restriktion ans Hayflicklimit geraten, was das plötzliche Auftreten seneszenter Zellen mitten im Gewebsregenerationsprozeß bedeutet; gelingt die Apoptose nicht, sind das fakultative „Krebszeitbomben“ im Organismus, weil die Stammzelle, die kein Stoppsignal der terminalen Restriktion erhält, klarerweise „nachschiebt“. Je näher bei der terminalen Restriktion umso relativ differenzierter der mögliche Tumor, je näher bei der Stammzelle umso undifferenzierter …

Durch „entsprechende“ Therapie, die immer nur die Ableger der adulten Stammzelle erfaßt, werden deren Telomere in der Zellinie immer kürzer, wird schließlich die ruhende Stammzelle zur Dauerteilung gezwungen. Andere Klonmitglieder verbleiben unter Umständen noch Jahre in Ruhe (Ärzte Zeitung, 24.01.2012).

Liegen nun entsprechendes (verschleimtes, saures, hyp/anoxisches, oxidiertes, ‚desinformiertes‘ photonenarmes, hypothermisches) Milieu, Toxine, Mutagene, tiefe UV-Strahlung, infektiöse Viren, Bakterien und andere Mikroben(z.B. Trichomonaden) und v.a. Pilze (Simoncini, Gerlach, Dumrese) vor, wird in der seneszenten Stammzelle das (archaische) Teilungsprogramm wieder hochgefahren und diese nach Chromosomenverdoppelung (wiederholt) in anomale laterale Aggregation und Crossing over getrieben (Genom A, irreguläre Trophoblastenzelle, hCG-Produktion).

Bekanntlich brauchen die männlichen Samenzellen zur Reifung eine etwas niedrigere Temperatur als im Körper normalerweise vorherrscht, weshalb die Keimdrüsen beim Mann in den Hodensäcken außerhalb des Beckenraumes positioniert sind. Im Körper laufen im Rahmen der Gewebserneuerung ununterbrochen Mitosen zuhauf ab, in den Keimdrüsen hingegen in „kühlerem Milieu“ die Meiosen. Aus alten Berichten aus der Südsee weiß man, daß in den vormals sexualliberalen Stammesgemeinschaften die Männer ihre Hoden bisweilen in Bastsuspensorien trugen, um ungewollter Zeugung vorzubeugen.

Der einzig vorstellbare molekularbiologische Prozeß, der im Unterschied zur Mitose auf die reduzierte Umgebungstemperatur angewiesen sein kann, sind Crossover und Diakinese im Rahmen der Reduktionsteilung. Aber müßten sich da nicht auch die Eierstöcke der Frau außerhalb der Bauchhöhle befinden?

Mitnichten.

Im Unterschied zum Mann, in dem laufend sein ganzes fruchtbares Leben hindurch Spermatozoen mit den vorhergehenden Reduktionsteilungen gebildet werden, ist die thematisch oft vernachlässigte Oogenese der Frau weitaus interessanter und hochfaszinierend; bei ihr tritt schon sehr früh in ihrer eigenen Embryonalzeit ein Entwicklungshalt im Diplotänstadium der Meiose I nach Chromatidenverdoppelung und lateraler Aggregation bzw. Synapsenpaarung mit Crossover auf. Dieser Entwicklungshalt ist ein arretiertes Diplotän und wird als Diktyotän bezeichnet. Dieser Zellpool von einigen Hunderttausend bleibt bis zur Menarche in Ruhe, wobei er sich über die Jahre durch natürlichen Zellausfall auf einige Zehntausend verringert. Manche Zellen ruhen 50 Jahre und länger Mit der ersten Regelblutung kommt es zur ersten Ovulation, und das ist der entscheidende Augenblick und Beginn der von nun an monatlichen meist einzelnen Eizellenreifung bis zur Menopause.

Beim Hinausschleudern der (nach wie vor noch nicht reifen) Eizelle aus dem Eierstock in die Bauchhöhle treten Temperaturabfall und Diakinese der I. Meiose auf, während die keimende Eizelle von den Fimbrien des Eileiters aufgefangen wird. Eine Tochterzelle verkümmert und wird zum ersten Polkörperchen und bei der anderen tritt wieder Ruhe ein. Kommt es zu keiner Befruchtung, wird die unfertige Eizelle nach erster Meiose mit der Menstruation ausgeschieden.

Kommt es hingegen dazu, löst das Andocken der Samenzelle die II. Meiose aus, eine Tochter verkümmert als 2. Polkörperchen. Und nach Vereinigung der beiden unpaaren Chromosomensätze läuft nun der bekannte Vorgang an, die unaufhaltsamen Zellteilungen beginnen.

Man muß sich vor Augen halten, daß im Eileiter ein schleimiges (bisweilen verpilztes) saures hypoxisches hypotrophisches photonenarmes hypothermisches ‚desinformiertes‘ oxidiertes Milieu vorliegt, es ist „kalt, sauer und dunkel.“ Der wuchernde Tumor ist auf der Suche nach Nahrung und einen Platz zum Gedeihen, er findet ihn am 6. Tag in der Uterusschleimhaut und in seinem Innern beginnt es zu sprießen …

Adulte Stammzellen, ihrem Wesen nach nichtsomatische trophoblastische Zellen, verändern durch solch milieubedingte Einflüsse ihren Chromosomensatz mithilfe irregulärer Crossovers und Diakinesen während irregulärer Pseudomeiosen, was ein vom Organsystem unabhängiges Zellindividuum mit erhaltener Teilungsfähigkeit entstehen läßt, ein durch und durch fehlgelenktes Fruchtimitat, ein „Foetat“ mit der Teilungskraft der befruchteten Eizelle, das auch noch humanes Choriongonadotropin produziert (Acevedo et al.).

Es ist also nicht unsinnig bei Krebspatienten einen SST zu machen, kann auch zur Früherkennung dienen.

Nach Kremer werden bei Zellteilungen die Mitochondrien runtergefahren bzw. abgeschalten (Oxidationsschutz), um dann wieder (ab terminaler Restriktion?) anzuspringen, im Krebsfalle tun sie das nicht.

Sobald die Telomere der Krebszelle auch für ihr Primitivprogramm zu kurz zu werden drohen, wird die Telomerase intrazellulär maximal aktiviert.

Ein irregulärer, verpilzter, hCG-sekretierender Trophoblast mit aktiven Genom A (vulgo Krebs) ist geboren. Die Bezeichnung Genom A steht für das Urprogramm (archaisch) und Genom B (bakteriell) für das von den bakterienstämmigen Mitochondrien kommende, welches vor ewa 2,1 Mrd. Jahren dominant über das erstere „geschalten“ wurde (Kremer).

In Cancer erschien am 15. Oktober 1995; 76(8): 1467-75 eine Arbeit (Acevedo HF, Tong JY, Hartsock RJ), welche die Sekretion von hCG-beta bei allen embryonalen/foetalen und malignen Zellen belegt, gutartige Tumoren produzieren kein hCG!

Die von Stan Burzynski entdeckten Antineoplastone bei krebsfreien Individuen scheinen Ausdruck des in Zaum gehaltenen „trophoblastischen“ Genoms A zu sein, sie stellen möglicherweise so etwas wie „negative“ Tumormarker dar.

„QUOD ERAT DEMONSTRANDUM“

Krebszellen beziehen circa zwei Drittel ihrer Energie aus unvollständiger „Zuckerverbrennung“, was im Unterschied zu normalen Zellen zu einem hohen Anfall von Milchsäure führt, welcher nach ausgefeilten Mechanismen verlangt, die den Säureansturm ausreichend neutralisieren, damit die Vitalprozesse aufrecht erhalten werden können. Diese Neutralisationsmechanismen sind therapeutisch zu beeinträchtigen und angreifbar. Da die unvollständige Zuckerverbrennung bei normalen Zellen lediglich etwa 10% ausmacht, ist dies für normale Zellen harmlos.

Die Fähigkeit zu wandern (Metastasierung) ist ausschließlich eine der frühen Trophoblastzellen der Inneren Zellmasse

Ein Drittel ihrer Energie erhält die Krebszelle aus vollständiger Zuckerverbrennung unter Sauerstoffbeteiligung, was zum bekannten Anfall von Wasser als Endprodukt führt. Dieser Stoffwechselweg, der als Atmungskette bezeichnet wird, ist therapeutisch blockierbar.

Eine Stoffwechseleigenheit, die im stammesgeschichtlich hohen Alter der Krebszelle ihre Erklärung findet, erlaubt eine ausschließliche Blockade der Atmungskette und Vergiftung der Tumorzelle, ohne daß normale Zellen dabei beeinträchtigt werden.

Die Kombination beider Methoden führt im Idealfall zum Zelltod der Krebszelle.

Therapie

Die selektive Azidifikation von Tumorzellen

Kremer sagt definitiv, daß die durch Chemo behandelten Zellen in die höchstmögliche Entdifferenzierung gezwungen und damit die ultimativ malignen Tumorstammzellen geschaffen werden, die sich (nach Latenz) zu allen möglichen Krebsarten "differenzieren".

Krebszellen sind Säuremaschinen, sie decken zu über 65% ihren ATP-Bedarf aus Glykolyse mit dem Endprodukt L-Laktat. Gesunde Zellen decken ihren ATP-Bedarf nur zu 10% aus der Glykolyse. 35% kommen auch bei der Krebszelle aus Zitronensäurezyklus und Substratkettenphosporylierung (Atmungskette mit Sauerstoffverbrennung) (Guppy et al.), bei der gesunden Zelle macht dies 90% aus. Auf 2 mol ATP aus der „anaeroben“ Glykolyse kommen 18 mol aus der „aeroben“ Atmungskette. (Jene 35% ‚oxidatives‘ ATP enthalten auch das ‚vorgeschaltene‘ glykolytische, in dieser Arbeit mit 20% gemessen, was den glykolytischen Gesamtanteil idF auf über 70% und sogar mehr erhöht).

Die beiden Systeme bestehen nicht nebeneinander, sondern sind hintereinandergeschalten; das „anaerobe“ glykolytische System ist, wie gesagt, das ineffizientere und phylogenetisch weitaus ältere, es war vorher da. Das jüngere effiziente „aerobe“ System hat sich vor über 2 Mrd. Jahren dominant darübergeschalten (Kremer).

Da das Endprodukt der Glykolyse L-Laktat ist und über 65% des ATP-Bedarfs daraus gedeckt werden (Guppy et al.), entstehen ungeheure Mengen Milchsäure („Säuremaschine“), die nicht über Pyruvat in den Zitronsäurezyklus eingespeist werden, was bei gesunden Zellen den Elektronen- und Protonentransfer in der Atmungskette aufrechthält.

Obwohl die Milchsäure in der organischen Chemie eher als schwächere Säure gilt, kann ein zuviel für den Organismus sehr wohl ein ernstes Problem darstellen, ähnlich wie die „instabile“ Kohlensäure, die im Stoffwechsel eindeutig stabil in Erscheinung tritt, also nicht von allein zerfällt.

Diesen immens hohen intrazellulären Säureansturm muß die Krebszelle intrazellulär erst einmal aushalten! Deshalb ist sie im Zellinneren stark alkalisch kalibriert bzw. „fixiert“ (lt. Kremer 7,47 – 7,60)!

Dazu bedient sich die Krebszelle einerseits eines Ionenaustauschmechanismus‘, indem sie Laktat-Ionen über den Monocarbolat-Transporter aus der Zelle hinausschaufelt und dafür Bikarbonat-Ionen hineinholt. Bikarbonat puffert sofort H+ ab und es entsteht Kohlensäure (H2CO3), deren Zerfall in Wasser und Kohlendioxid über die Carboanhydrase katalytisch auf das bis zu 10millionenfache beschleunigt wird. Deshalb ist der Bikarbonatpuffer ein sogenannter offener Puffer, weil das dynamische Reaktionsgleichgewicht immer auf der „linken“ Seite der Reaktion liegt, also nie eine Produkthemmung entstehen kann.

Als zweites exportiert die Krebszelle massiv H+ ins Tumorinterstitium und holt dafür Na+ hinein, zum Teil auch K+, aber vorwiegend ersteres, deshalb ist sie so voll davon. Weswegen der Zwischenzellraum in Tumoren im Vergleich zum tumorösen Intrazellularraum und zum gesunden Gewebe deutlich saurer ist. Aufgrund der alten Meßmethoden nahm man früher an, Tumoren seien durch und durch sauer.

Der Zerfall der aus der Pufferreaktion entstandenen Kohlensäure in CO2 und H2O ist der entscheidende Vorgang !

Diese spontane Reaktion der instabilen Kohlensäure ist nämlich für die (patho)physiologischen Erfordernisse 10 Mio x zu langsam, dabei würde sich das pH des Pufferbereichs auf den pK-Wert der 1. Dissoziationsstufe von 6,5 der Kohlensäure einstellen, und bei entsprechendem Bikarbonatverbrauch sogar bei pH 6 (Karlson, Seite 311, offener Bikarbonatpuffer, 11. Auflage, Springer 1980), was mit dem Leben der Tumorzelle nicht vereinbar wäre.

Arbeiten und Zitate zeigen, daß sowohl Bikarbonat als auch Acetazolamid Krebszellen hemmt, deshalb kann diese seltsame Parallelität nur über die Hemung der Carboanhydrase erklärbar sein (Xue-Jun Li et al.). Dies führt zu einer (respiratorischen und metabolischen) Acidose und CO2-Anstieg wie bei einer CO2-Vergiftung (Casarett and Doull's Toxicology, 4th Edition 1991, Pergamon Press).

Da die Krebszelle O2 viel schlechter bis gar nicht verwerten kann, produziert sie diese ungeheuren Mengen Milchsäure, die freiwerdenden H+-Ionen werden zum einen in das Interstitium des Tumors befördert, zum anderen laufend Bikarbonat-Ionen in die Zelle "geschaufelt", um unmittelbar zu puffern. Das Produkt H2CO3 zerfällt mittels Carboanhydrase sofort in H2O und CO2, das abdiffundiert.

Bei Zufuhr großer Mengen Bikarbonats tritt offensichtlich eine "Überforderung" der CA ein (Substrathemmung) und es kommt zu einer Kohlensäurevergiftung der Krebszelle. Denselben Effekt erreich‘ ich natürlich auch bei selektiver Hemmung der CA durch Acetazolamid.

Kohlensäurebelastete Krebszellen sind klarerweise sehr empfindlich gegenüber Hitze, Kälte, Sauerstoffradikale, ionisierende Strahlen etc. Es eröffnet sich hier eine Vielfalt sich gegenseitig unterstützender therapeutischer Maßnahmen.

Das Enzym Carboanhydrase (CA) beschleunigt diesen Zerfall um das bis zu 10millionenfache, weshalb die Krebszelle zusammen mit dem Export von H+ ihr innerliches alkalisches pH halten kann und dabei ein stark milchsaures Milieu extrazellulär erzeugt!

Sie frißt sich mithilfe der Zink-Matrix-Metalloproteinasen ins umliegende gesunde Gewebe und diese Enzyme lieben es sauer!

Das Therapiemodell gestaltet sich nun denkbar einfach, man hemmt die CA mit Acetazolamid und erzeugt in der Krebszelle eine Kohlensäurevergiftung, weil dann das pH (bei 50%iger Reduktion der HCO3- Konzentration sogar bis auf etwa 6,0) absinkt (Ganong), was mit dem Krebsleben nicht vereinbar ist.

Als Begleitmaßnahme hemmen wir den H+-Export durch Amilorid, halten dadurch H+ in der Krebszelle und säuern sie damit zusätzlich intrazellulär an.

Mit L-Laktatinfusionen (auch subcutan im Tumorbereich) puffern wir Säure im Interstitium des Tumors ab und erzielen damit eine Beeinträchtigung oder vielleicht sogar Hemmung der säureliebenden Zink-Matrix-Metallo-Proteinasen.

Da L-Laktat von der Krebszelle exportiert wird (Monocarbolat-Transporter), besteht keine Gefahr, daß sie das ins Tumorinterstitium zugeführte L-Laktat für intrazelluläre Alkalisierung „mißbraucht“.

Auch die Gabe von K-Mg-Aspartat (Tromcardin) ist indiziert, um K- und Mg-Verlust aufgrund der Diuretika vorzubeugen und andererseits der Krebszelle vermehrt Mg und K anzubieten, da dies den Tumorschwelldruck deutlich mindert. Außerdem wird Mg auch eine direkte Antitumorwirkung nachgesagt.

Das zusätzlich zugeführte L-Laktat führt zum vermehrtem Auftreten (durch die Laktatpufferung) von undissoziierter Milchsäure, die in der Leber wieder zu Glukose resynthetisiert wird, die Krebszelle frißt diese im Handumdrehen wieder gierigst in sich hinein, was auf Grund der bereits bestehenden CA-Hemmung zur weiteren verstärkten Kohlensäureansäuerung führt, sodaß dann der Säuretod der Krebszelle umso schneller eintritt.

Ohne vorherige CA-Hemmung niemals Bikarbonat oder Zucker an Krebspatienten verabreichen !

Viele „biologisch“ orientierte Ärzte geben Natriumbikarbonatinfusionen an Krebspatienten, dies führt zur Unterstützung der intrazellulären Alkalisierung der Krebszelle. Ist also kontraproduktiv! Es sei denn, man gibt so hohe Dosen, daß es die CA nicht mehr schafft, alle anfallende Kohlensäure beschleunigt zerfallen zu lassen, muß man die CA sozusagen „überfordern“ (Substrathemmung), dies kann aber bereits systemisch unangenehme Effekte haben.

Genauso kontraindiziert ist es, Zucker in jeder Form (als vermeintlich problemlose Kalorien) zu verabreichen, man füttert damit nur die Krebszelle. Es sei denn, man hat berechtigte Hoffnung, daß sich die Krebszelle zu Tode fräße.

Die Blockade und/oder Zwangsaktivierung des oxidativen Schenkels

Überlastung des Aldehydflaschenhalses

Im Amygdalin sind die beiden Wirkstoffe Benzaldehyd und Blausäure betaglykosidisch an eine Hexose (idR Glukose) gebunden.

Krebszellen reflektieren stammesgeschichtlich sehr frühe Einzeller aus der Zeit vor dem Auftreten der Photosynthese, Zellen dieser Periode exprimieren Betaglukosidase an ihren Oberflächen, was einerseits Benzaldehyd freiwerden läßt, das im Aldehydflaschenhals des P-450-Entgiftungssystems Rückstau und Zusammenbruch erzeugt, andererseits Zyanid, was das Cytochrom c in der Atmungskette blockiert.

Blausäure wirkt also nur, wenn die Krebszelle über einen oxidativen Energiestoffwechsel in vital erforderlichem Ausmaß verfügt, und nicht wenn dieser glykolytisch dominiert ist. (Obschon auch für HCN eine Carboanhydrasenhemmung in vitro noch von Meldrum und Roughton nachgewiesen wurde.)(Chegwidden, Seite 8)

Andererseits empfiehlt es sich, die inaktiven erstarrten Mitochondrien (Kremer) mit Cucurmin und/oder Dichloroacetat zu „zwangsbeatmen“, was Rupturen an den Mitomembranen hervorruft und in der Folge über Caspasenaktivierung Apoptose auslöst.

Da das jeweilige Ausmaß sowohl des glykolytischen als auch oxidativen Stoffwechselanteils einer Tumorzelle nicht a priori bekannt ist (Guppy et al.), empfiehlt sich die Kombinationstherapie.

Auch ist es nicht ausgeschlossen, daß sich der Energiestoffwechsel der Krebszelle den Erfordernissen (epigenetisch) anpassen kann. Immerhin ist dies von fakultativ aeroben Mikroben bekannt, und auch bei normalen Körperzellen scheint unter extremen Bedingungen derartiges möglich (Caudwell Xtreme Everest Research Group).

Therapiestufentufenplan

Am besten, man nimmt sich Supuran, Claudiu T.; Scozzafava, Andrea; Conway, Janet; „Carbonic Anhydrase – It‘s Inhibitors and Activators“, CRC Press, Boca Raton, London, New York, Washington D.C. 2004 zur Hand und schlägt Seite 269 (ev. auch 261) auf und betrachte das graphische Schema einer Tumorzelle:

pHi = pH intrazellulär, pHe = pH extrazellulär

1. Aufgrund des Exports des Laktat-Ions und H+ (beides aus Glykolyse) in das Tumorinterstitium ist das pHi mit 7,2 deutlich basischer als jenes pHe mit 6,8 (a)

2. Intrazellulär spaltet CA II die „erpufferte“ Kohlensäure beschleunigt (10 Mio x) in H2O und CO2, welches aus der Zelle hinausdiffundiert (e)

3. Die membranständigen CA IX/XII stellen (re-cycling) aus H2O und diffundiertem CO2 das HCO3- wieder her, welches im Anionenaustausch gegen Cl- wieder in die Zelle geht , klarerweise wird Cl- auch gegen im EZR vorkommendes Bikarbonat getauscht (e‘)?

4. Die Zelle schmeißt im Antiport H+ hinaus und holt Na+ herein (b)

5. Ferner dienen die vakuoläre H+Pumpe der intrazellulären pH-Stabilisierung und die Na/K - ATPase zur Deckung des Kaliumbedarfs (c)(d)

6. Simoncini: Biete HCO3- abundant an, überfordere damit CA II, was durch die (augenblicklich ablaufende spontane) Pufferung zu einem Anstieg von H2CO3 führt, und weil die beschleunigte Aufspaltung in H2O und CO2 de facto ausbleibt und das pH sich entsprechend der natürlichen Dissoziation der Kohlensäure einstellt, was natürlich einen von den (überforderten) CA IX/XII unabhängigen zellulären HCO3-Aufnahmemechanismus voraussetzt (e‘)?

7. Simoncini modifiziert I: Blockiere zusätzlich z.B. mit Acetazolamid (Diamox) oder Ethoxzolamid die CA II (CA IX/XII) (Chegwidden et al., Seite 16, Supuran et al., Seite 269) fällt klarerweise entsprechend mehr Kohlensäure und damit mehr H+ an(e‘‘)?

8. Simoncini modifiziert II: Blockiere zusätzlich den Antiport H+ gegen Na+ mit Amilorid, was den epithelialen Natriumkanal betrifft, kann kein H+ gegen Na+ mehr ausgetauscht werden, es verbleiben noch mehr H+ in der Zelle (b‘)?

9. Durch 6.), 7.) und 8.) ist der Krebszelle die Möglichkeit, H+ „loszuwerden“ zum Großteil genommen, sie ist gezwungen, auf ATPabhängige Mechanismen zurückzugreifen, was allerdings auch zu einem vermehrten Anstieg einer weiteren Säure, nämlich der Harnsäure, führt (aus dem angeheizten Abbau der Purinbasen Adenin und Guanin aus dem ATP)

10. Simoncini modifiziert III: Biete ich letztendlich der Krebzelle z.B. Fruktose oder Glukose (mit 4 IE Altinsulin/500ml Glukose 5%) im Übermaß an, so steigen Laktat (ggf. auch Pyruvat), Kohlensäure und Harnsäure nochmals kräftig an, was ihr theoretisch den Todesstoß versetzt, insbesondere weil keine Aufnahmekontrolle durch Insulin erfolgt (Fruktose wird insulinunabhängig aufgenommen), indes ist durch eine Glukose+Insulingabe eine noch stärkere Zwangshyperalimentaion zu erwarten, die im Hinblick auf inaktive „schlafende“ Krebsstammzellen wirksam sein könnte, indem deren Stoffwechsel zwangsaktiviert und therapeutisch angreifbar wird.

11. Aus 1 Mol Glukose/Fruktose/Galaktose werden glykolytisch 2 Mol ATP gewonnen

12. Aus 1 Mol Glukose/Fruktose/Galaktose werden oxidativ 18 Mol ATP gewonnen, diese beiden Chemismen sind hintereinandergeschalten, d.h. die normale gesunde Körperzelle gewinnt nur zu 10% ihr ATP aus der Glykolyse

13. Die australische Arbeit ‚Contribution to different fuels and metabolic pathways to the total ATP turnover of proliferating MCF-7 breast cancer cells‘ in Biochem J. (2002), May 15;364(Pt 1):309-15 zeigt (Guppy et al.), daß 35% der Gesamtenergie dieser Zellen oxidativ gewonnen wird, 65% aus einer „anderen Quelle“, diese 65% können (z.B. laut Heinrich Kremer) nur glykolytischen bzw. nichtoxidativen Ursprungs sein. (Dabei muß jedoch gesagt werden, daß jene 35% ‚oxidatives‘ ATP auch das ‚vorgeschaltene‘ glykolytische enthalten, in dieser Arbeit mit 20% gemessen, was den glykolytischen Gesamtanteil idF auf über 70% erhöht).

14. Dies zeigt, daß bei Durchführung obiger Maßnahmen auf lokaler Ebene praktisch kein Risiko für den Patienten besteht, auf systemischer hingegen müssen die Dosierungen von 6.), 7.), 8.) und 10.) exakt durchkalkuliert werden, da die erwähnten Hemm- und Stimulierungsmechanismen ganz klar auch die normalen Zellen erfassen, wobei aufgrund des niedrigen glykolytischen Anteils jener eine deutlich niedrigere Ansäuerung zu erwarten ist.

15. Für Blasenspülungen wäre es also logisch, zuerst NaCl + Xylo + Diamox + Amilorid, nach etwa 10 Minuten eine gewisse Menge 500ml Fruktose 5% oder 500ml Glukose 5%+4 IE Altinsulin, nach weiteren 10 Minuten schließlich das Bikarbonat 5%ig.

16. Bei Infiltrationen auf jeden Fall nur 5%ige Fruktose (plasmaisoosmotisch) bzw. 5%ige Glukose (mit Insulin), auch die Menge des Amilorids muß man sich überlegen, falls da Ampullen überhaupt (noch) verfügbar sind.

17. Da Hydrochlorothiazid aus Acetazolamid entwickelt wurde, stellt sich die Frage, ob man nicht mit der guten alten Kombination Amilorid + Hydrochlorothiazid 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte?

18. Amygdalin lokal und/oder systemisch (Blockade der Atmungskette durch Zyanid und Überlastung des P-450 Systems), DCA (mit DMSO?) und/oder Curcumin (Kremer) zur Forsierung bzw. Zwangsaktivierung der oxidativen Phosphorylierung mit Apoptosefolge.

Ausblicke

Die Telomeraseaktivierung

Untersuchungen zeigen, mit zunehmendem Alter, wenn die Telomere sich immer mehr verkürzen, steigt das Krebsrisiko (Kiechl). Der Mensch altert auf zellulärer Ebene durch die zunehmende Verkürzung der Chromosomenendstücke um 100 – 150 Basenpaare mit jeder Zellteilung seiner adulten Stammzellen.

Jenes Enzym, welches das Telomer nach erfolgter Teilung wieder auf die ursprüngliche Anzahl an Basenpaaren zurückführt, die Telomerase, ist schon seit der Foetalzeit stummgeschalten.

Seit einigen Jahren sind Telomeraseaktivatoren auf dem Markt, und manche verteufeln sie als Krebsaktivatoren, wo doch die Telomerase in Malignomen hochaktiv ist, andere hingegen, wie etwa der bekannte US-amerikanische Arzt und Befürworter der Aktivierung Ed Park, sehen in ihnen das größte Ereignis für die Menschheit, seitdem Luther seine Thesen an die Schloßkirche zu Wittenberg schlug.

Obwohl in der Onkologie oft so bezeichnet, ist die Telomerase kein Onkogen (Harley, Calvin B). Ihre Aktivierung in Krebszellen scheint weniger die Ursache für deren Bösartigkeit, als vielmehr eine Konsequenz derselben darzustellen.

Grundvoraussetzung für aggressives krebsiges Wachstum ist die ausreichende Veränderung (Mutation) des Chromosomensatzes, die wohl kaum von den derzeit am Markt befindlichen Tragantkapseln (Astragalus) verursacht werden kann.

Im Tierversuch steigt das Krebsrisiko durch einen Telomeraseaktivator eindeutig nicht an (Harley CB, de Jesus BB).

Sollten sich die Vermutungen bewahrheiten, wird die Telomeraseaktivierung DIE zeitgerechte Krebsprophylaxe der Zukunft sein.

Die Assoziations/Induktions – Hypothese von Gilbert N. Ling

Laut Dr. Gilbertt N. Ling www.gilbertling.org sind alle gängigen Membran- und Membranpumpentheorieen unrichtig, weil die Energie dafür fehlt. Die energieliefernden Adenosintriphosphate setzen beim Abspalten ihrer Monophosphate zu Diphospaten bei weitem nicht jenes Maß an Energie frei, welche für das postulierte Membranwesen notwendig wäre.

Weil es sich mit der Energie „nicht ausgeht“, wird viel mit sogenannten Antiporten spekuliert, will heißen, ein Ion (z.B. H+) geht raus, dafür kommt ein anderes (z.B. Na+) rein. Durch einen Hutscheffekt bleibt der Vorgang energieneutral. Eine Vielzahl solcher Ionenschaukeln wurde erdacht, um das Funktionieren der Zellen nach den gängigen Vorstellungen denkbar zu machen.

Zellmembranen sind allerdings viel durchlässiger als angenommen, das Schlüsselwort dazu lautet ‚Diffusion‘, will meinen, Substanzen, von denen wir glauben, sie könnten nur mit (enormen) Energieaufwand ins Zellinnere (z.B. Zuckermoleküle, Medikamente, Salzionen etc.) geschleust werden, diffundieren hingegen ganz einfach (fast schon passiv).

Was hineindiffundiert und was nicht, hat mit den Ladungszuständen, der Elektronendichte bzw. – verteilung im Zellinneren (Protoplasma) zu tun. Nur bei Grenzflächen (Epithelien) üben Membranen die ihnen zugeschriebene Barrierefunktion aus.

Ling hat viele jahrzehnte „akribischst“ mit Froschmuskelzellen experimentiert und dabei das Myoglobin als ‚vereinfachtes Hämoglobin‘ studiert, zutage trat dabei, daß z.B. große Moleküle das Membranmaschenwerk ungehindert passieren, kleine hingegen nicht durchkönnen, weil im Innern der Zelle „entschieden“ wird, was hineinkommt und nicht in der Membran.

Das Zellinnere ist in einem Gelzustand, aufgrund der dipoligen Wassermoleküle streng geordnet, und nicht ein Sack mit Salzwasser, in dem alles mögliche „herumschwimmt“, sonst müßte es ja „platsch“ machen, wenn man in ein Filet oder Fleischlaberl schneidet, tut es jedoch nicht.

Der Ladungszustand im Protoplasma wird in 1. Linie von den offenen Ionenresten an den Peptidketten bestimmt, den Amino- und Carboxylgruppen. Durch mehr oder weniger Faltung der Eiweißstränge, ragen mehr oder weniger positiv oder negativ geladene „Noppen“ ins Zytoplasma, woran sich Vielfachschichten polarisierten Wassers lagern, erhält so das Zellinnere Struktur.

Die Kernspintomographie fußt auf der Dipolarität der Wassermoleküle

Durch Andocken eines ATP-Moleküls wird eine ‚irrlichternde Kettenreaktion‘ ausgelöst, wie beim sukzessiven Fallen der Dominosteine, und der Ladungszustand ändert sich im Nu. Diese dauernden Änderungen des Ladungszustandes scheinen so etwas wie vitale Induktionen auszulösen und der Motor des Lebens auf zellularbiologischer Ebene zu sein: Gilbrt N. Ling’s Association/Induction Hypothesis (www.gilbertling.org Startseite, Pkt. 9, Zimmerman, Power Point zum Downloaden).

Man wird in Zukunft elektronenspendende und -entziehende Moleküle im jeweiligen Ausmaß genau kalkulieren, und damit Medikamente, zugeschnitten auf den exakten Bedarf, designen können.

Im folgenden die Auflistung einer Vielzahl therapeutischer Substanzen und deren Potential.

Therapie mit NaHCO3 modifiziert nach Dr. W. Zöch (Theorie) & Dr. W. Surböck (Praxis)

THERAPEUTIKUM

Wirkmechanismus in Bezug auf das Zellschema u Zellstoffwechsel

Kommentar

NaHCO3 5%

NaHCO3 (Natriumbikarbonat, Natriumhydrogenkarbonat) ist das Natriumsalz der Kohlensäure in der 1. Dissoziationsstufe (bzw. 1. Säurestufe pK=6,5), es dient als ubiquitärer Puffer im Organismus, die entstandene Kohlensäure zerfällt in Wasser und Kohlendioxid, es kann keine Produkthemmung auftreten, somit bleibt das Gleichgewicht der Pufferreaktion immer links, die Pufferung erfolgt im Nu, der Zerfall hingegen träge, indes beschleunigt ihn die Carboanhydrase um das bis zu 10millionenfache, was bedeutet, die Offenheit des Bikarbonatpuffers ohne CA ginge verloren, was zu pH-Werten führte, die mit dem Leben nicht mehr vereinbar wären: Bei einem 50%igen Verbrauch des Bikarbonats im Blut würde das pH von physiologischen 7,4 auf ein tödliches von 6,0 fallen, durch die aktive CA hingegen nur auf 7,2 (Karlson), die CA ist nur im Protoplasma und extrazelluläar an der Zellmembran aktiv, im Interstitium nicht, deshalb säuert das Bindegewebe chronisch an, im Blut wird dieser Nachteil durch die mobilen Erythrozyten wettgemacht, ohne CA bräuchte der Mensch 5 Sekunden Bluttransit in den Lungen, sein CO2 abzuatmen, über die CA geschieht es in einer (Chegwidden et al., Seite 8), Krebszellen produzieren riesige Mengen Milchsäure, die sie unentwegt exportieren u n d intrazellulär abpuffern, was durch dauernde Aufnahme von Bikarbonat und hoher Aktivität der CA geschieht, führt man so hohe Dosen zu, die das Enzym überfordern (Substrathemmung), zerfällt die Kohlensäure nicht mehr zeitgerecht in CO2 und H2O und es kommt zur Kohlensäurevergiftung der Krebszelle. Bikarbonat ist iv, lokal, oral, rectal (Spülungen, Einläufe) und als Badesalz (1 kg pro Vollbad) anwendbar.

Acetazolamid

Klarerweise tritt noch rascher und deutlicher die Kohlensäureintoxikation auf, wenn ich die Bikarbonatgabe mit einem CA-Hemmer kombiniere, also neben Überfordern auch noch Blockieren. Diese Kombination kommt in der Intensivonkologie bei der Hochdosismethotrexattherapie als Nierenschutz zum Einsatz (Link, Shamash, Tsuda).

Amilorid

Blockiert direkt den epithelialen Natriumkanal (ENaC), dadurch wird der Export von H+ (vorwiegend aus dissoziierter Milchsäure) gegen Import des Na+ unterbunden, was zusätzlich Wasserstoffionen in der Krebszelle hält und nach noch mehr Pufferleistung verlangt, die bei gleichzeitiger Hemmung der CA das intrazelluläre pH weiter absinken läßt.

Ringerlaktat

500ml enthalten idR etwa 14mmol Laktation, überwiegend als Natriumsalz der Milchsäure, weil Laktat–Ion von der Krebszelle im Rahmen der Milchsäureexports ausgeschieden (Monocarbolattransporter) und nicht importiert wird, eignet sich Ringerlösung vorzüglich dazu, das Tumorinterstitium und die direkte Umgebung zu alkalisieren, um die Aktivität der acidophilen Matrixmetalloproteinasen zu beeinträchtigen, bei anderen schwachen organischen Säuren wie Zitronen- oder Essigsäure kann ein ionaler Import zu Pufferzwecken nicht ausgeschlossen werden. Bei systemischen Symptomen der Bikarbonattherapie (Kurzatmigkeit), die aufgrund der Überforderung oder Hemmung der CA auftreten können (respiratorische Kohlensäureacidose, pCO2-Anstieg), schafft die Ringerinfusion rasch Abhilfe (metabolische Alkalisierung).

Pankreatin

Pankreasenzymmischung, in der v.a. das Trypsin hevorzuheben ist, weil es Peptidketten hinter den basischen Aminosäuren Arginin und Lysin spaltet, jene beeinträchtigt die Aktivität der Ornithindecarboxylase und damit tumorwachstumsfördernde Polyamine, diese die Matrixmetallo-Proteinasen. Wegen des Anaphylaxierisikos wäre Trypsin systemisch nur unter intensivmedizinischen Bedingungen anwendbar.
Die Trypsinwirkung auf Zellverbände (Tumoren) ist in den biologischen und medizinischen Wissenschaften allgemein und bestens bekannt, wird es doch zur Auflösung jener in Einzelzellen auf das mikroskopische Präparat geträufelt (Trypsinisierung).

Fruktose

Laevulose leider nicht mehr als Infusion erhältlich, da es zu häufig unerwartetes Ansteigen der Milchsäure auslöste, was sich aus der insulinunabhängigen Stimulation der Glykolyse erklärt, hätte nur zusammen mit der Hemmung bzw. Überforderung der CA Sinn, da noch zusätzlich Harnsäure (über ATP-Abbau) und Milchsäure im Intrazellularraum der Krebszelle anfielen, ansonsten würde sie das Tumowachstum beschleunigen.

Glukose mit Insulin

Durch vermehrte Aufnahme der Glukose, die intrazellulär in die phylogenetisch ältere Fruktose umgewandelt wird, Anheizen der Glykolyse wie beim Fruchtzucker, macht, wie gesagt, nur mit massiver CA-Blockade Sinn, ansonsten Beschleunigung des TU-Wachstums. Gewisse Anzeichen sprechen dafür, damit auch die ruhenden Tumorstammzellen mit Zwangshyperalimentation aktivieren und therapeutisch angreifbar machen zu können.

Kalium-Magnesium-Aspartat

Bikarbonat, Acetazolamid, ggf. Insulin senken alle (außer Amilorid) den Kaliumspiegel, deshalb empfiehlt sich die Kaliumprophylaxe mit Magnesium, dem überdies tumorhemmende Wirkung nachgesagt wird.

Amygdalin

Im Amygdalin sind die beiden Wirkstoffe Benzaldehyd und Blausäure betaglykosidisch an eine Hexose (idR Glukose) gebunden, Krebszellen reflektieren stammesgeschichtlich sehr frühe Einzeller aus der Zeit vor dem Auftreten der Photosynthese, Zellen dieser Periode exprimieren Betaglukosidase an ihren Oberflächen, was einerseits Benzaldehyd freiwerden läßt, das im Aldehydflaschenhals des P-450-Entgiftungssystems Rückstau und Zusammenbruch erzeugt, andererseits Zyanid, was das Cytochrom c in der Atmungskette blockiert, Blausäure wirkt also nur, wenn die Krebszelle über einen oxidativen Energiestoffwechsel in vital erforderlichem Ausmaß verfügt, und nicht wenn dieser glykolytisch dominiert ist. Da das jeweilige Ausmaß sowohl des glykolytischen als auch oxidativen Stoffwechselanteils einer Tumorzelle nicht a priori bekannt ist, empfiehlt sich die Kombinationstherapie. Auch ist es nicht ausgeschlossen, daß sich der Energiestoffwechsel der Krebszelle den Erfordernissen (epigenetisch?) anpassen kann. Immerhin ist dies von fakultativ anaeroben Mikroben bekannt, und auch bei normalen Körperzellen scheint unter extremen Bedingungen derartiges möglich (Caudwell Xtreme Everest Research Group).

DMSO

Transmembranöser und sogar transcutaner Wirkstoffschlepper, insbesondere kombiniert mit DCA zeigt die Erfahrung gute Ergebnisse (z.B. Schweiz).

DCA

Aktiviert den Pyruvat-Dehydrogenase-Komplex, was über Thiamin, Liponsäure, aktvierte Essigsäure etc. zu einer Art Zwangsaktivierung “erstarrter” Mitochondrien führt, die im Idealfall rupturieren und Apoptose der Krebszelle auslösen.

Curcumin

Zeigt nach Kremer die gleiche Absorptionswellenlänge wie das Cytochrom c, kann also seinen Ausfall “überbrücken” und somit eine Zwangsbeatmung “erstarrter” Mitos und deren Aktivierung mit Apoptosefolge auslösen.

Kombination Diäten
Harnsäure
Zitruspektine
Ahornsirup
Tumorkachexie Hydrazinsulfat
Protocel

Curcumin und Blausäure wirken direkt antagonistisch, DCA und letztere indirekt, da Blausäure augenblicklich wirkt, ist gegen eine Verabreichung hintereinander nichts einzuwenden.

Die unentwegten Phosphorylierungen massenhaft vorkommender Tyrosylreste intrazellulärer Proteine über Tyrosin- und Januskinasen sind Legion und legen die diätetische Minimierung der aromatischen Aminosäuren Phenylalanin und Tyrosin nahe (Gadisseu et, 1984, zit. nach Braverman ER, Pfeiffer CC, Seite 55), was den Ernährungserfordernissen der verschiedenen Formen der kindlichen und adulten Hypertyrosinämie bzw. Tyrosinose entspräche. Weil die verzweigtketttigen Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin die intestinale Aufnahme der aromatischen kompetitiv hemmen, mag das Regime noch um die Verbote der Ahornsirupkrankheit als Gebote ergänzt werden, dies sollte im Informationsaustausch mit Stoffwechselspezialisten geschehen, die idR in ihren elfenbeinernen Türmen für uns Allgemeinmediziner nur schwer erreichbar sind.

Ein weiterer diätetischer Zugang ist jener aufgrund der Typisierung des Stoffwechsels (metabolic typing), wo man grundsätzlich die Menschen (insbes. mit ihren verschiedenen Tumorerkrankungen) in 3 Hauptgruppen einteilt, nämlich in Kohlenhydrat – , Eiweiß - und Intermediärtypen. Erstere tendieren zu lokalen soliden Tumoren, zweitere zu diffusen Krebserkrankungen des RES und letztere zu Neoplasien, die „in der Mitte“ angesiedelt sind, wie etwa Hodgkin’s Lymphoma. Neben den 3 Hauptgruppen gibt es insgesamt 12 Untergruppen (Gonzalez, Kelley).

Interessant auch die Rolle der Harnsäure, der in den letzten Jahren als Antioxydans immer mehr an Bedeutung zugemessen wird. Harnsäure stellt den größten Anteil des antioxidativen Potentials des Plasmas (Mikami et al. 2000). Hydroxylradikale, Superoxide und Singulette Sauerstoff werden zerstört, indem sie mit HS reagieren und diese zu Allantoin oxidieren (offens. auch beim Menschen). Allerdings kann bei der Reaktion der HS mit Radikalen auch ein HS Radikal (HS•) entstehen. Das HS• wird durch Ascorbinsäure reduziert und HS wird regeneriert (Halliwell and Gutteridge 1990). HS ist in seiner antioxidativen Wirkung etwa gleich wirksam wie Ascorbinsäure, die Konzentration im Plasma aber wesentlich höher.

Schalen von Zitrusfrüchten, insbesondere Zitronen, auch Zwetschgen und Äpfel enthalten Pektine, die mit freien Galaktoseresten, den Galektinen, ausgestattet sind, welche die Klebestellen von primären und metastatischen Tumorzellen abdichten. Mit entsprechenden Küchenmixern kann man sich täglich seinen Zitronensmoothie mit mindestens 2 ungeschälten organischen Zitronen und anderen Früchten pürieren.

Es gibt auch Berichte über eine Ahornsirup/Speisesoda (1:3)-Mischung, die unter permanentem Rühren etwa 6 Minuten köcheln soll, und von dem pastösen Ergebnis täglich 1-2 Teelöffel verzehren oder in den o.g. Smoothie. Die Bikarbonatmoleküle im Speisesoda werden durch Kochen von den Zuckermolekülen im Ahornsirup extrem glykosiliert und von der Krebszelle gierigst aufgenommen, die sich im Idealfall überfrißt. Zum Süßen Stevia.

Bei fortgeschrittener präterminaler Tumorkachexie (Krebszellen „fahren“ nur noch gkykolytisch) mag sich der Einsatz des Hydrazinsulfats als ultima ratio anbieten. Hydrazinsulfat ist dem Typ nach ein MAO-Hemmer, der die massiv angeheizte Glukoneogenese des Tumorkranken blockiert, indem die Rückumwandlung der von den Krebzellen massiv exportierten Milchsäure in Glukose in der Leben blockiert wird (Gold, Chlebowsky, Tayek). Dem Malignom und seinen Metastasen wird der Treibstoff entzogen, im Idealfall stabilisieren sich Gewicht und AZ, eventuell sogar Gewichtszunahme.

Mit dem Protocel (Cancell, Entelev) ist eine Substanz zur oralen Einnahme auf dem Markt, die Lings Vision von rationell designten zielgenauen pharmakologisch wirksamen Molekülen sehr nahekommt (Ling, Seite 289). Obwohl von der FDA einige Male als Krebsmittel abgelehnt, ist dennoch die Logik, die hInter der Substanz steckt, hinreißend. Von Jim Sheridan schon in den Dreißigern theoretisch erdacht, indem er die verschiedenen Energieniveaus der Elektronen in der Energieerzeugung der Zelle mit der Reihung der Spektralfarben verglich, findet sich bei Gerd Michal (Hrsg.) in ‚Biochemical Pathways – Biochemieatlas‘, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg Berlin 1999, auf Seite 196 die genaue Entsprechung von Sheridans Postulat, nämlich die Auflistung der verschiedenen Redoxpotentiale mit ihren Substratpaaren im anaeroben (links) und aeroben (rechts) Vergleich. Die von aeroben Bakterien abstammenden Mitochondrien sind der anaeroben Wollinella succinogenes und fakultativ aeroben Escherichia coli gegenübergestellt; NAD+/NADH und Liponsäure/Dihydroliponsäure rangieren als Substratpaare in einem Redoxpotential - Bereich von etwa -300 mV, letzteres findet sich in Gerhard Michal und Dietmar Schomburg (Hrsg.) in der 2. amerikanischen Edition der ‚Biochemical Pathways – An Atlas of Biochemistry and Molecular Biology‘, John Wiley & Sons, Inc., Hoboken, New Jersey 2012, auf Seite 149, und zeigt den Eintritt in die Atmungskette an. Eine Verunmöglichung eines Redoxpotentials unter -290mV (Substratpaar Liponsäure/Dihydroliponsäure) durch die hochpotente redoxaktive Molekülmischung im Protocel beeinträchtigt den anaeroben Stoffwechselschenkel der Krebszelle. Liegt dieser in einem vital erforderlichen Ausmaß vor, erfolgt der Zelltod der Krebszelle. Gelingt es ihr hingegen mit dem oxidativen Stoffwechselanteil energetisch zu überleben bzw. diesen epigenetisch kurzfristig hochzufahren, bleibt Protocel wirkungslos, was die vielen kontroversiellen Berichte erklären könnte. Sheridan hat immer betont, die Wirkung wäre eher elektrisch zu verstehen als chemisch, man muß Protocel exakt zeitgenau einnehmem, wie wenn man einen Stromstecker hineinsteckt bzw. herauszieht (zum Wirkungsende). Es verhält sich genauso wie mit dem Amygdalin, indes in gegenteiliger Hinsicht.

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